Mac-Magazin warnt vor iMessage Chat für Android

Spyware oder funktionierender Messenger?

| Redakteur: Stephan Augsten

iMessage Chat für Android ist allein schon wegen der Übersetzung im zweiten App-Screenshot wenig vertrauenserweckend.
iMessage Chat für Android ist allein schon wegen der Übersetzung im zweiten App-Screenshot wenig vertrauenserweckend. (Bild: Google Play / Daniel Zweigart)

In Google Play, dem App-Marktplatz für Android, ist eine Version des iPhone-Messengers iMessage aufgetaucht. Die Chat-App funktioniert zwar, ist aber keine offizielle Apple-Entwicklung. Noch dazu beinhaltet die Drittanbieter-App einige Funktionen, die nahelegen, dass es sich um Spyware oder gar einen Trojaner handeln könnte.

Ein freier Entwickler hat unter dem Namen Daniel Zweigart eine inoffizielle Android-Variante von iMessage bei Google Play eingestellt. Einige Smartphone-Nutzer haben die App bereits ausprobiert und bestätigen, dass entsprechende Nachrichten zwischen Android- und iOS-Geräten ausgetauscht werden.

Ob die App aber vertrauenswürdig ist, muss sich erst noch herausstellen. Immerhin sei es möglich, dass der Entwickler die eingegebenen Apple IDs und Passwörter für bösartige Zwecke sammelt, warnt das Online-Magazin 9to5Mac.

Hinsichtlich der Funktionalität hat der Software-Entwickler Adam Bell herausgefunden, dass sich die App gegenüber dem iMessage-Server von Apple als Mac mini ausgibt. Wie auf 9to5Mac nachzulesen ist, äußert der Twitter-Nutzer allerdings auch großes Misstrauen: „Ich habe null Vertrauen in die APK, aber sie funktioniert mit Test-Accounts.“

Diese Skepsis teilt auch Steven Troughton-Smith, der berichtet, dass die iMessage-App dazu in der Lage ist, APK-Dateien – also weitere App-Pakete – im Hintergrund herunterzuladen und zu installieren. Damit wäre sie grundsätzlich dazu in der Lage, Malware ohne Wissen des Android-Nutzers auf dessen Smartphone zu platzieren.

Aufgrund dieser Informationen rät 9to5Mac auch dazu, sich von iMessage Chat für Android fernzuhalten. Wer die App dennoch testen möchte, solle eine „Wegwerf-Apple-ID“ verwenden, die nicht mit Kreditkartendaten oder persönlichen Informationen verknüpft ist.

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