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Unternehmen setzen verstärkt auf Identity Management Studie von Deron und Fraunhofer Institut zeigt Entwicklungspotential

| Redakteur: Achim Karpf

Der von der Stuttgarter Deron erstellten Anwenderstudie „Identity Management 2006/2007“ zufolge setzen 62% der Unternehmen auf Identity Management (IdM). In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Informations- und Datenverarbeitung (IITB) wurden 3.500 deutsche Unternehmen befragt.

Benotung einzelner Identity Management Produkte
Benotung einzelner Identity Management Produkte
( Archiv: Vogel Business Media )

Dabei gaben 17% an, IdM heute schon im Einsatz zu haben, weitere 7% führen IdM-Lösungen momentan gerade ein. Vor allem den weiteren 38% der Unternehmen, die den Einsatz erst noch planen, liefert die Studie wertvolle Hinweise auf die relevanten Erfolgsfaktoren.

„Die gesetzlichen Vorgaben zur IT-Sicherheit verschärfen sich und das Interesse an Identity Management wächst zusehends“, erläutert Klaus Scherrbacher, Geschäftsführer von Deron. „Mittlerweile gibt es so ein großes Angebot an IdM-Systemen, dass die Vielseitigkeit und Vielfalt der Produkte überwältigt.“

Mit seiner Studie will das Systemhaus den Anwendern konkrete Hilfestellung bei der Auswahl von Produkten und deren optimaler Implementierung geben. Dazu ließ er als eine von insgesamt knapp 200 Fragen die Nutzer ihre eingesetzte Software, unter anderem von IBM, Microsoft, Novell, Oracle, Siemens und Sun, hinsichtlich Administrationsaufwand, Stabilität, Flexibilität, Performance und Gesamtfunktionalität bewerten.

Beitrag zum wirtschaflichen Erfolg

Die Studie belegt, dass die Einführung von IdM zum wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen beiträgt – etwa bei den Aufwendungen in der Benutzerverwaltung, die bei den Unternehmen mit abgeschlossenem Projekt im Schnitt um 63% gesenkt wurden. Die erzielbaren Einsparungen nehmen mit der Benutzerzahl zu, entsprechend ist das Interesse an IdM bei den mittleren und großen Unternehmen am höchsten.

Als Treiber für die Einführung von IdM erweist sich vor allem die Erhöhung der IT-Sicherheit – für 91% der Unternehmen ist dieser Faktor „sehr ausschlaggebend“ oder „ausschlaggebend“. Auch ein höherer Automatisierungsgrad und die Realisierung einer konsistenten Rechtevergabe werden als wichtig angesehen. Dass bei der IT-Sicherheit heute noch manches im Argen liegt, zeigt eine andere Zahl: Immerhin 22% der Unternehmen ohne IdM löschen die Accounts ausgeschiedener Mitarbeiter nicht.

Erst Prozesse ermöglichen Identity Management

„Die Einführung von Identity Management ist immer eine Frage der Prozesse“, fasst Scherrbacher zusammen. „Deswegen empfehlen wir, grundsätzlich mit einer gründlichen Analyse des Status quo und besonders der organisatorischen Abläufe zu beginnen, bevor es an die Produktauswahl und Implementierung geht.“

Wer dabei externe Hilfe einholt, kann konzeptionelle Fehler von Anfang an vermeiden und später durch eine schnellere Umsetzung und höheren Nutzwert erhebliche Einsparungen erzielen. Auch in dieser Beziehung sprechen die Zahlen für sich: So erreichten die Unternehmen, die sich externe Unterstützung bei der Einführung von IdM holten, bei knapp 20% mehr Funktionen eine verbesserte Zufriedenheit als die übrigen, die auf eigene Faust loslegten.

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