QGroup beleuchtet Hacking-Highlights im August 2013

Syrian Electronic Army macht Assad-Gegner mundtot

| Redakteur: Stephan Augsten

Die Syrian Electronic Army konnte im August 2013 etliche erfolgreiche Hacks auf sich verbuchen.
Die Syrian Electronic Army konnte im August 2013 etliche erfolgreiche Hacks auf sich verbuchen. (Bild: QGroup)

Im August 2013 waren wieder zwei prominente Hacking-Kollektive aktiv: Anonymous legte aus Protest gegen die Gewalteskalation in Ägypten mehrere Webseiten lahm. Die Syrian Electronic Army hackte unter anderem den Domain-Name-Registrar Melbourne IT, um die Accounts von New York Times, Twitter und Huffington Post zu übernehmen.

In den Hacking-Highlights der QGroup hat die Syrian Electronic Army (SEA) im August den Ton angegeben. Die Gruppe nutzte verschiedene Angriffsmethoden, um Kritiker des Assad-Regimes mundtot zu machen. So wurde beispielsweise das Blog des Fernsehsenders Channel 4 visuell verändert (Website Defacement).

Mithilfe von Phishing-Mails gelang es der SEA außerdem, den Empfehlungsdienst Outbrain zu hacken. Infolge der erfolgreichen Phishing-Attacke konnte die Hacker-Gruppe die Leser von Washington Post, CNN und Time Magazine auf eine eigens kontrollierte Webseite umleiten

Im Rahmen eines Angriffs konnte die SEA außerdem die Kontrolle über Benutzerkonten beim Domain-Name-Registrar Melbourne IT übernehmen. Durch das Account Hijacking war es anschließend möglich, die Webseite der New York Times vom Netz zu nehmen. Ähnliche Angriffe zielten auf Twitter und die Huffington Post ab.

Politisch motiviert war auch eine DDoS-Kampagne von Anonymous. Aufgrund der Eskalation der Gewalt in Ägypten attackierte das Hackerkollektiv folgende Webseiten: National Bank of Egypt, State Information Service, Ministry of Foreign Affairs, Supreme Constitutional Court of Egypt, Ministry of Information, Center of Information and Decision Support Cabinet, Egyptian Armed Forces.

Groß angelegte Angriffe auf China und Mail-Provider

Für Furore sorgte der bislang größte Hackerangriff auf chinesische Webseiten. Sämtliche Server des Landes wurden mit Anfragen überhäuft, keine einzige .cn-Domain blieb von der zweistündigen DDoS-Attacke verschont. Einen Verantwortlichen für die Angriffe konnte oder wollte das chinesische Informationszentrum nicht benennen.

Öffentlich breitgetreten wurden auch die Hacks der E-Mail-Dienste Hotmail, Yahoo und Gmail. Alle drei Service-Anbieter betonen, dass es sich um erfolgreiche Phishing-Attacken handelte, nicht um Unzulänglichkeiten der eigenen Sicherheitssysteme. Hotmail ließ über 10.000 E-Mail-Konten sperren, Google und Yahoo registrierten nach eigenen Angaben nur wenige Vorfälle.

Zu den Hacking-Highlights August 2013 der QGroup gesellen sich noch weitere prominente Opfer, darunter die Piratenpartei, die Franchise-Restaurantkette Pizza Hut oder auch das Online-Videospiel League of Legends. Details hierzu liefert unsere stetig aktualisierte Bildergalerie.

Wenn Sie die stilvollen und oft um interessante Details ergänzten „Todesanzeigen“ in gedruckter Form haben wollen, können Sie diese als kostenlose Broschüre bei der QGroup bestellen.

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