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TÜV Rheinland warnt vor Zunahme von Datendiebstahl Technische Maßnahmen allein schützen nicht vor Datendiebstahl

Redakteur: Peter Schmitz

Sensible interne Firmendaten, wie zum Beispiel Kundendaten, gehören zu den wichtigsten Unternehmenswerten. Dennoch kommt es immer wieder zu Datenverlusten. Die öffentlich gewordenen Datendiebstähle bei dem Finanzdienstleister AWD oder SchülerVZ sind dafür nur weitere prominente Beispiele und die Spitze des Eisbergs. Experten des TÜV Rheinland warnen, dass der Datenklau in deutschen Unternehmen kontinuierlich zunimmt.

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Der TÜV Rheinland empfiehlt sensible Unternehmensdaten mit Strategie und System vor Diebstahl zu schützen.
Der TÜV Rheinland empfiehlt sensible Unternehmensdaten mit Strategie und System vor Diebstahl zu schützen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Trotz hohen technischen Sicherheitsniveaus durch Firewalls, Antivirus- und Anti-Spam-Lösungen nimmt nach Einschätzung der Sicherheitsexperten des TÜV Rheinland der Datenklau in deutschen Unternehmen kontinuierlich zu. Längst bieten rein technische Schutzmaßnahmen keine ausreichende Sicherheit mehr vor Datendiebstahl durch Mitarbeiter oder Hackerattacken von außen, wenngleich sie zu den wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen gehören.

Gefahr von innen und außen

Erleichtert wird der Diebstahl nach Ansicht des TÜV Rheinland durch das Internet und moderne Technologien. Einerseits steigt die Gefahr durch gezielte Angriffe aus dem Internet, andererseits droht Gefahr von innen durch Schwachstellen im System. So nehmen Fälle zu, in denen Mitarbeiter nach einer Kündigung Firmendaten kopieren. Dabei haben sie häufig leichtes Spiel, wenn wichtige Informationen frei zugänglich sind und zudem auf einen USB Stick passen.

Die stetig steigende Komplexität macht Informationssicherheit zu einer strategischen Aufgabe. „Um Informationssicherheit herzustellen und zu erhalten, helfen Einzelmaßnahmen nicht. Für Unternehmen geht es aber darum, mit erträglichem Aufwand ein vernünftiges Sicherheitsniveau zu erreichen“, weiß Dr. Oliver Weissmann, Verantwortlicher für strategische Informationssicherheit bei TÜV Rheinland.

„Dabei führen meist schon kleine Veränderungen zu einer deutlichen Verbesserung des Sicherheitsniveaus“, weiß Dr. Oliver Weissmann. Zum Beispiel, den Zugang zu bestimmten Unternehmensbereichen restriktiver zu handhaben oder sensible Informationen zu verschlüsseln. Die TÜV Rheinland-Experten raten deshalb, gerade auch in Krisenzeiten in Informationssicherheit zu investieren. Unternehmen vermeiden so kostspielige und imageschädigende Sicherheitsvorfälle und sichern ihre zukünftige Marktposition.

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