TETRA- und TEDS-Kernnetze um LTE erweitern

TETRA- und LTE-Basisstation für den sicherheitskritischen Einsatz

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Mit der Motorola-Basisstation MTS4L sollen BOS schrittweise auf ein einheitliches TETRA- und LTE-Netzwerk migrieren können.
Mit der Motorola-Basisstation MTS4L sollen BOS schrittweise auf ein einheitliches TETRA- und LTE-Netzwerk migrieren können. (Bild: Motorola Solutions)

Die Basisstation MTS4L von Motorola Solutions bietet Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) die Möglichkeit, ein TETRA/TEDS-Funknetz einzusetzen und das System über dieselbe Basisstation um ein LTE-eNode-B-Element zu erweitern.

Organisationen im Bereich der öffentlichen Sicherheit setzen Breitbandtechnologien wie LTE (Long Term Evolution) ein, um ihre Effizienz und Leistungsfähigkeit zu steigern. Gleichzeitig wollen sie von den sicheren Sprach- und Datendiensten profitieren, welche die digitalen Funknetze TETRA (Terrestrial Trunked Radio) und TEDS (TETRA Enhanced Data Services) für den sicherheitskritischen Einsatz bieten.

Die Motorola-Basisstation MTS4L kann ausschließlich als TETRA-Basisstation installiert werden. Ebenso unterstützt die Basisstation Services für das LTE-Element eNode B (Evolved Node B) wie eine gemeinsame Nutzung von Backhaul-Funktionen sowie von Stromversorgung und Akku-Backup. Dieses Feature soll Betreibern die Flexibilität bieten, die Regionen auszuwählen, in denen sie zuerst den LTE-Service nutzen wollen und das Rollout dann schrittweise auf ein größeres Gebiet auszuweiten. Dies sei besonders wichtig, wenn ein Betreiber nicht genau wisse, welche Frequenzen in der jeweiligen Region für den LTE-Betrieb verfügbar sind.

Die Basisstation MTS4L bietet Motorola zufolge folgende Vorteile:

  • Betreiber können das LTE-Element eNode B über dasselbe Gerät nutzen, das auch TETRA-Technologie bereitstellt. Möglich ist auch eine Installation von eNode B als künftiges Upgrade.
  • Betreiber im sicherheitskritischen Bereich können nahtlos auf LTE migrieren und dabei flexibel Frequenzen, Serviceregionen und die Zeitplanung für das Rollout bestimmen.
  • Für sichere Hochgeschwindigkeitsdatendienste im sicherheitskritischen Einsatz steht TEDS, für erweiterte Datendienste MSPD (Multi-Slot Packet Data) zur Verfügung. TEDS lässt sich über die installierte Software erweitern und nachrüsten.
  • Durch Software-Upgrades werden C-SCCH (Common Secondary Control Channels) unterstützt und dadurch eine Erweiterung um zusätzliche Kontrollkanäle auf dem Haupt-Carrier sowie eine Vervierfachung der Kontrollkanalkapazität möglich.
  • Durch niedrigere Übertragungskosten über Ethernet können Anwender ihre Kosten im Vergleich zu Nicht-IP-basierenden Übertragungsangeboten um bis zu 70 Prozent senken.

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