Blog | Sicherheit – ein Wachstumsfaktor

24.11.2016

Eine neue Studie zeigt auf, wie sich die Einstellung zu IT-Sicherheit verändert. Erfahren Sie mehr im Blog-Beitrag.

Erfolgreiche Unternehmen brauchen eine starke IT-Sicherheitsstrategie, wie uns die zahlreichen Berichte über Hacker-Angriffe, die vertrauliche Daten oder geistiges Eigentum offenlegen, immer wieder vor Augen führen. Zumal die Angriffe meist schwerwiegende Folgen haben.

Entgangener Umsatz, geringere Produktivität und Imageschäden belasten betroffene Unternehmen und zeigen auf wie wichtig eine gute Verteidigung ist. Indes scheint sich auch die Erkenntnis durchzusetzen, dass IT-Sicherheit nicht nur eine notwendige Ausgabe ist – sondern sogar wesentlich für das Unternehmenswachstum.

Vorteile durch Sicherheit

So lautet jedenfalls die Schlussfolgerung einer Studie von Cisco. Sie fand heraus, dass Führungskräfte auf Vorstandsebene starke Cybersicherheit zunehmend als ‚Business Enabler’‚ sehen, der künftiges Wachstum unterstützt.

So sieht fast die Hälfte der Führungskräfte (44 Prozent) diesen Bereich als einen, der ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen könnte. Knapp ein Drittel (31 Prozent) glaubt, der Hauptzweck von IT-Sicherheit läge darin, Wachstum zu ermöglichen.

Ein Grund dafür liegt in der Vermeidung der Kosten, die im Rahmen eines Sicherheitsvorfalls anfallen. Cisco weist auf Zahlen des Ponemon Institute hin, nach denen sich die durchschnittlichen Kosten im letzten Jahr auf 3,79 Millionen Dollar belaufen haben, ein Anstieg gegenüber der Zahl von 2014 (3,52 Millionen Dollar). Dieses Geld könnte sonst für wachstumsfördernde Massnahmen ausgegeben werden – mal davon abgesehen, dass sehr viele Mannstunden nötig sind, damit sich ein Unternehmen von einem Sicherheitsvorfall erholt.

Aber das ist nur ein Grund, aus dem Cybersicherheit wichtiger ist denn je. Ein oft übersehener aber kritischer Aspekt ist, dass mangelnde Sicherheit grosse Auswirkungen auf Innovationen haben kann, sogar bevor es zu einem Sicherheitsleck kommt.

Innovationen vorantreiben

Cisco fand heraus, dass mehr als sieben von zehn Führungskräften (71 Prozent) der Meinung waren, Bedenken hinsichtlich der IT-Sicherheit hätten Innovationen in ihrem Unternehmen verhindert, und sogar 39 Prozent mussten erfolgskritische Initiativen aufgrund dieser Sicherheitsbedenken stoppen.

Weitverbreitet ist die Angst, bei einem Sicherheitsvorfall könnten wichtige Daten solcher Initiativen offengelegt werden und beträchtliche Auswirkungen auf Unternehmensimage und Kundenbeziehungen haben.

Laut Cisco sind besonders Daten-Analyse-Projekte aus Branchen wie der Fertigungsindustrie und dem Handel auf starke Sicherheitsmassnahmen angewiesen, da sie mit grossen Mengen detaillierter Informationen arbeiten, die für Hacker sehr wertvoll sein können.

„Eine Sicherheitslücke könnte zum Verlust von Kundeninformationen führen und Analysedaten unbrauchbar machen,“ heisst es in der Studie. „Zudem besteht das Risiko, dass Kunden keine persönlichen Daten mehr an das jeweilige Unternehmen weitergeben möchten, wodurch die Analysen an Aussage- und Überzeugungskraft verlieren.“

Passende Lösungen einsetzen

Schlechte IT-Sicherheitslösungen machen Unternehmen nicht nur anfällig für die mit einem Sicherheitsvorfall verbundenen Gefahren wie Imageschäden – sie können auch die Effizienz im täglichen Betrieb senken. Zum Beispiel wenn Kollegen aus verschiedenen Abteilungen zusammen an einem Projekt arbeiten, bei dem vertrauliche Informationen ausgetauscht werden.

Müssen die Mitarbeiter erst einen langwierigen und komplizierten Prozess durchlaufen, damit sie die Informationen sicher übertragen können oder können sie die Informationen nicht auf dem Mobilgerät ihrer Wahl anschauen, sind negative Auswirkungen auf die Produktivität zu befürchten.

Die Cisco-Studie macht Hoffnung: die veränderte Haltung, Sicherheit als Innovationstreiber und Wachstumsfaktor statt als reines Kostengrab zu sehen, kann für alle, die IT-Sicherheit voranbringen möchten, nur gut sein.


von Marcel Mock, CTO