Bilanz nach einem Jahr DSGVO

16.05.2019

Die EU-Datenschutzgrundverordnung gilt seit 25. Mai 2018. Wir ziehen Bilanz welche Auswirkungen die DSGVO unserer Erfahrung nach auf den Datenschutz in Unternehmen hat und welche Änderungen wir innerhalb dieses Jahres feststellen konnten.

Die EU-Datenschutzgrundverordnung gilt seit 25. Mai 2018. Seitdem gehen Unternehmen hohe Risiken ein, wenn sie den E-Mail-Schutz vernachlässigen. Das hat bei totemo im Jahr 2018 vermehrt zu Anfragen nach E-Mail-Verschlüsselung geführt – und flaute erst gegen Ende des Jahres merklich ab. Rund um das Jubiläum der DSGVO häufen sich die Anfragen wieder. Dabei fällt auf, dass die Aufträge nun eher aus anderen Branchen als früher kommen. Seit vergangenen Mai interessieren sich verstärkt Unternehmen aus der Retail- und Lebensmittel-Branche für unsere Lösungen. Betriebe aus traditionell stark regulierten Branchen wie Banken und Versicherungen sowie Pharmaunternehmen verwenden dagegen schon länger entsprechende Lösungen.

Im vergangenen Jahr haben auch überdurchschnittlich viele kleinere und mittlere Unternehmen Lösungen für sichere Kommunikation nachgefragt. Darunter insbesondere sogenannte Berufsgeheimnisträger wie Notare und Ärzte. Dabei handelt es sich oft um Kleinstunternehmen mit maximal zehn Mitarbeitern, die neben der DSGVO einen weiteren Grund haben, sich für E-Mail-Verschlüsselung zu interessieren: Der Datenschutzbeauftragte des deutschen Bundeslandes Sachsen Andreas Schurig ist der Meinung, dass für Berufsgeheimnisträger E-Mail-Verschlüsselung obligatorisch sei, da ansonsten ein Verstoss gegen § 203 Strafgesetzbuch (Verschwiegenheitspflicht) vorliege (siehe 8. Tätigkeitsbericht des Sächsischen Datenschutzbeauftragten, S. 138).

Neben diesen Berufsgeheimnisträgern wenden sich auch auffällig viele andere kleine bis mittelgrosse Unternehmen an uns. Diese werden aber nicht so sehr von gesetzlichen Vorschriften getrieben als vielmehr von ihren Kunden: Grosse Konzerne fordern von ihren Zulieferern, dass der Austausch bestimmter Informationen nur noch verschlüsselt stattfindet. So bringen etwa die grossen Handelsketten Lebensmittelhersteller dazu, E-Mails zu verschlüsseln.

Dennoch treten weiterhin auch grosse Unternehmen und Betriebe aus stark regulierten Branchen an uns heran. Viele nutzen bereits E-Mail-Verschlüsselung, suchen nun aber nach Lösungen mit mehr Funktionalitäten, die alle Anwendungsszenarien abdecken, um die Vorgaben der DSGVO wirklich vollständig zu erfüllen.

Auch die zunehmende Cloud-Nutzung in Verbindung mit der DSGVO wirkt sich auf unsere Auftragslage aus. Unternehmen, die den Betrieb ihrer E-Mail-Infrastruktur in die Cloud verlagern, wünschen dafür eine zusätzliche Verschlüsselung.

Zudem sehen wir seit Mai 2018, dass zunehmend neue Anbieter sicherer Kommunikationsmittel auf den Markt kommen. Häufig handelt es sich dabei aber um Insellösungen mit geringer Verbreitung, was ihre tatsächliche Verwendbarkeit im Geschäftsbereich hemmt. Im Gegensatz dazu ist die E-Mail bereits seit Jahren das universelle Kommunikationsmittel, weswegen totemo sich darauf spezialisiert hat, diese anwenderfreundlich abzusichern.