Alternative Authentifizierung

Trennung vom Passwort fällt Unternehmen schwer

| Redakteur: Stephan Augsten

Der Zugriff auf IT-Systeme erfolgt in vielen Unternehmen noch immer klassisch mit dem Passwort.
Der Zugriff auf IT-Systeme erfolgt in vielen Unternehmen noch immer klassisch mit dem Passwort. (Bild: Archiv)

Das simple Kennwort dient oft noch zur Identitätskontrolle. Doch Passwörter werden den Sicherheitsanforderungen in Unternehmen offenbar nicht mehr gerecht. Diese Meinung teilen über 70 Prozent der IT-Entscheider aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland, wie Ping Identity in einer Studie herausgefunden hat.

Die überwiegende Mehrheit (86 Prozent) der von Ping Identity Befragten nutzt immer noch Passwörter als Grundlage für den Zugriffsschutz. Gleichzeitig meinen aber auch 72,7 Prozent der rund 600 Studien-Teilnehmer, dass diese Form der Authentifizierung nicht sicher ist. Über zwei Drittel sehen darin sogar eine Gefahr für die Unternehmenssicherheit.

Viele Unternehmen wollen das Kennwort als alleiniges Sicherheitsmerkmal abschaffen. Etliche deutsche IT-Verantwortliche vertrauen bereits auf Multi-Faktor-Authentifizierung (41,3 Prozent) und Fingerabdruck-Scans (48,7 Prozent) ein. In den nächsten Jahren wollen 40 Prozent der Befragten weitere biometrische Zugangstechnologien wie Selfie-Scans und Retina-Scans einführen.

Zugleich kämpfen IT-Entscheider aber mit besonderen Hürden, wenn sie neue Identity-Security-Technologien implementieren oder Projekte zur digitalen Transformation durchführen wollen. Lediglich sieben Prozent der Befragten gaben an, keine Hürden bei der Einführung von neuen Technologien zu sehen.

Als größte Blockade wird von der Hälfte der Teilnehmer das begrenzte IT-Budget gesehen, ein gutes Drittel der Befragten erwartet zusätzlichen Aufwand. Die Faktoren Zeitmanagement (28 Prozent) und Altsysteme (27,3 Prozent) werden ebenfalls als hinterlich betrachtet.

Diese Hürden sollten dringend überwunden werden: 60 Prozent der IT-Verantwortlichen in Deutschland sind davon überzeugt, dass Investitionen an dieser Stelle zwingend notwendig sind. Die Mitarbeiterperspektive bestätige das, meint Ping Identity: Drei Viertel stehen der Einführung neuer Technologien offen bis sehr offen gegenüber, wohingegen 25,3 Prozent sich mit den alten Technologien derzeit noch wohler fühlen oder etwas länger für die Umstellung benötigen.

Im Übrigen glauben viele der Befragten, dass die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen dem Arbeitgeber abträglich sind. Das Unternehmen könne sich nur schlecht schützen (51 Prozent), sich weder strategisch (41 Prozent) noch innovativ (24 Prozent) entfalten und nicht wachsen (28 Prozent). Für die Studie hat Censuswide im November 2015 insgesamt 601 IT-Entscheider mit Einfluss auf die Sicherheitslösungen ihrer Organisationen in UK (300), Deutschland (150) und Frankreich (151) befragt.

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