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E-Mail-Verschlüsselung auf dem Quellcode-Prüfstand Tutanota fordert Open-Source-Community heraus

| Redakteur: Stephan Augsten

Das Startup-Unternehmen Tutao hat den gesamten Quellcode des verschlüsselten Webmail-Dienstes Tutanota offengelegt. Im Rahmen der Open-Source-Kampagne sind Sicherheitsexperten und Anwendungsentwickler dazu aufgerufen, den Code der Web-Applikation auf mögliche Schwachstellen hin zu prüfen.

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Der Quellcode der E-Mail-Verschlüsselungslösung Tutanota wird für Sicherheitstests allen zugänglich gemacht.
Der Quellcode der E-Mail-Verschlüsselungslösung Tutanota wird für Sicherheitstests allen zugänglich gemacht.
(Bild: Tutao)

Mangelndes Vertrauen in ihren E-Mail-Dienst kann man den Encryption-Experten der Tutao GmbH nicht nachsagen: „Wir sind überzeugt, dass wir die sicherste Webmail-Lösung entwickelt haben“, heißt es seitens Matthias Pfau, Gründer von Tutao und des zugehörigen Verschlüsseungsdienstes Tutanota.

Um die Sicherheit der Web-Applikation auf den Prüfstand zu stellen, hat das hannoversche Startup-Unternehmen den entsprechenden Quellcode offen gelegt. Pfau fordert Web-Entwickler und Sicherheitsexperten gleichermaßen heraus: „Wir rufen sie [die Community, Anm. d. Red.] dazu auf, uns herauszufordern und den Code zu prüfen!“

„Wir sind überzeugt, dass Tutanota die beste sichere Webmail-Lösung ist“, unterstreicht der Tutao-Gründer provokant. Trotz allem weiß Pfau natürlich, dass gerade bei Kommunikationsdiensten immer Argwohn seitens der User mitschwingt: „Ohne Reviews von Dritten kann man sich nie sicher sein, ob eine Sicherheitslösung Hintertüren beinhaltet.“

Tutanota verschlüsselt E-Mails automatisch, eine Schlüsselimportierung wie bei PGP auf das Smartphone ist überflüssig. Vor dem Release von Tutanota wurde die Applikation bereits einem umfangreichen Penetrationstest unterzogen, bei dem es den Prüfern nicht gelang, sich in das System zu hacken und/oder vertrauliche Daten abzufangen.

Die Entscheidung, das Projekt in den Open-Source-Bereich zu heben, sei laut Matthias Pfau aber nur der erste Schritt, „unsere mobilen Apps sind der nächste.“ Diese befinden sich aktuell noch in der Entwicklungsphase und sollen dabei helfen, die Benutzerfreundlichkeit weiter zu verbessern. Außerdem fordert Pfau die Nutzer dazu auf, „ihre Wünsche nach weiteren Features mitzuteilen – per E-Mail, Twitter oder Facebook.“

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