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UEFI | EFI | Universal Extensible Firmware Interface | Extensible Firmware Interface | Erweiterbare Firmware-Schnittstelle

| Redakteur: Rainer Graefen

Das Extensible Firmware Interface soll irgendwann das Basic Input Output System, kurz BIOS, ablösen. Das BIOS respektive dann das EFI sitzt logisch betrachtet zwischen Betriebssystem

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Das Extensible Firmware Interface soll irgendwann das Basic Input Output System, kurz BIOS, ablösen. Das BIOS respektive dann das EFI sitzt logisch betrachtet zwischen Betriebssystem und der Motherboard Hardware. Grundfunktionen der Hardware werden auch weiterhin per BIOS gesteuert werden, spezifische Erweiterungen auf dem Motherboard sollen letztendlich per Software nachgeladen werden können.

Den Entwicklern liegt die grafische Darstellung der Motherboard-Funktionen und die Fehleranalyse auf unterster Ebene auch über Remote-Netzwerkverbindungen am Herz, die auch das Abschalten von 32- und 64-bit-Treibern erlaubt. Weitere Funktionen sollen die Unterstützung von Digital Rights Management und ein universelles Netzwerk-Bootsystem sein.

Obwohl das UEFI-Forum schon seit 2005 aktiv ist und 2006 bereits die EFI-Version 2.0 freigegeben wurde, macht sich Mitte 2010 die schleppende Entwicklung im Windows-Umfeld störend bemerkbar: Festplatten mit mehr als 2 Terabyte Speicherkapazität lassen sich nicht problemfrei installieren.

Die bisher vom BIOS gesteuerte Partitionierung und der Zugriff auf interne Festplatte stößt durch bei einer Benutzung von 32-Bit-Pointern an seine Grenzen. Unterstützen Motherboard oder Festplattencontroller eine 64-Bit-Adressierung so lassen sich mit 512-Byte-Sektoren theoretisch Speicherkapazitäten bis in den Exabyte-Bereich ansprechen.

Allerdings steht dieser Möglichkeit der Master Boot Record (MBR) der 32-Bit-Betriebssysteme im Wege. Erst mit einer 64-Bit-Architektur und 64-Bit-Betriebssystemen wird EFI umfänglicher unterstützt. Dort existieren dann auch GUID Partition Tables (GPT), mit der jeder Partition eine eindeutige Identifikationsnummern zugeteilt wird.

Das von Intel spezifizierte GPT-Schema wird bislang von Windows 7, Vista, Windows Server 2003, und 2008, Windows XPx64, MAC OS und Linux unterstützt. Ob ein Rechner davon allerdings booten kann, ist derzeit nur durch individuelle „Forschungsarbeiten“ klärbar.

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