Gemischte Gefühle bei IoT-Diensten

Umfrage: Vertrauensmangel im Internet of Things

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

53 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das IoT ihr Leben angenehmer macht, doch nur neun Prozent vertrauen darauf, dass ihre Daten sicher sind.
53 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das IoT ihr Leben angenehmer macht, doch nur neun Prozent vertrauen darauf, dass ihre Daten sicher sind. (Bild: Cisco)

Die meisten Verbraucher ziehen einen signifikanten Nutzen aus den Vorteilen von IoT-Diensten, doch wenn es um die Verwaltung und Verwendung der Daten geht, verstehen und vertrauen nur sehr wenige dem IoT. Dies berichtet „The IoT Value/Trust Paradox“ von Cisco.

„The IoT Value/Trust Paradox“ basiere auf einer Befragung von 3.000 Verbrauchern und soll Unternehmen mittels praktischer Beispiele dabei unterstützen, das Vertrauen der Verbraucher in IoT-Dienste und deren Akzeptanz zu steigern. Die Umfrage habe ein Paradoxon offenbart: Trotz ihres Vertrauensmangels antworteten Verbraucher im Großen und Ganzen, dass sie nicht bereit seien, auf IoT-Dienste zu verzichten, auch nicht vorübergehend. Die Analyse der Antworten deute darauf hin, dass das Internet der Dinge bald zum integralen Bestandteil des täglichen Lebens werde und derart in den Alltag integriert sei, dass es leichter falle, eine Ungewissheit in Kauf zu nehmen, als auf diese Verbindung zu verzichten.

Die Umfrage zeige, dass Verbraucher bereit sind, Risiken zu akzeptieren und Wert gegen Vertrauen einzutauschen – allerdings nur widerstrebend. Ihr Wunsch nach Transparenz in Bezug auf die Verwendung ihrer Daten sei nach wie vor groß. Unternehmen, die diesen Widerspruch für ihre Kunden auflösen könnten, hätten die Möglichkeit, das Wachstum ihrer IoT-Geschäfte zu beschleunigen und aufrechtzuerhalten.

In „The IoT Value/Trust Paradox“ kommt Cisco zu folgenden Ergebnissen:

  • Awareness: Mehr als doppelt so viele Befragte erinnerten sich im Rahmen von IoT eher an persönliche Geräte als an öffentliche Installationen. Als den befragten Konsumenten eine Liste von Geräten vorgelegt und sie gefragt wurden, welche von ihnen mit IoT verbunden oder ein Teil von IoT sind, wiesen 63 Prozent persönliche IoT-Geräte (Wearables, Home Security Systeme etc.) korrekt zu, während dies bei öffentlichen IoT-Implementierungen (Straßenbeleuchtung, Energiezähler, Verkehrssysteme etc.) nur 27 Prozent schafften.
  • Wert: Über das gesamte IoT-Spektrum ist der wahrgenommene Wert, den das IoT hat, recht hoch – 53 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das IoT ihr Leben angenehmer macht, 47 Prozent sagen, dass es sie effizienter gestaltet, 34 Prozent waren der Ansicht, dass das IoT ihre Sicherheit erhöht.
  • Vertrauen: Verbraucher legen immer mehr Wert auf IoT-Dienste, sind jedoch sehr besorgt über die Sicherheit ihrer Daten und die Art und Weise, wie diese genutzt werden. Nur neun Prozent der Befragten geben an, dass sie darauf vertrauen, dass ihre über das Internet gesammelten und gemeinsam genutzten Daten sicher sind. Und nur 14 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Unternehmen gut informiert sind, welche Daten gesammelt und wie sie verwendet werden.
  • Das IoT-Paradoxon: Verbraucher schätzen das IoT, vertrauen ihm aber nicht. Trotz dieses Mangels sind sie nicht bereit, es nicht mehr zu nutzen. 42 Prozent gaben an, dass das IoT zu sehr in ihr tägliches Leben integriert ist, um sich von diesen Geräten und Diensten zu trennen, ungeachtet des wahrgenommenen Risikos.

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