Sicherheitsstudie von Economist Intelligence Unit und Arbor Networks

Unternehmen unvorberereitet auf Angrife aus dem Internet

| Redakteur: Peter Schmitz

Die Ergebnisse der von Arbor Networks unterstützten Studie zeigen, dass Unternehmen im Fall von Cyberangriffen noch immer reagieren statt präventiv vorzusorgen, obwohl ihnen bewusst ist, dass ein erfolgreicher Angriff den Ruf des Unternehmens gefährdet.
Die Ergebnisse der von Arbor Networks unterstützten Studie zeigen, dass Unternehmen im Fall von Cyberangriffen noch immer reagieren statt präventiv vorzusorgen, obwohl ihnen bewusst ist, dass ein erfolgreicher Angriff den Ruf des Unternehmens gefährdet. (Bild: Dan Race - Fotolia.com, EIU)

Sicherheitsanbieter Arbor Networks hat die Ergebnisse einer Studie zum Thema Präventivmaßnahmen und Gefahrenabwehr bei sicherheitsrelevanten Vorfällen im deutschsprachigen Europa veröffentlicht. Nur 17 Prozent der befragten Unternehmen sind auf Sicherheitsbedrohungen aus dem Internet vorbereitet.

Die unter dem Titel „Cyber incident response: Are business leaders ready?“ (PDF-Download nach Registrierung) veröffentlichte, 29 Seiten starke Studie von Arbor Networks und der Economist Intelligence Unit (EIU), zeigt, dass 77 Prozent der Befragten von Sicherheitsvorfällen in den letzten zwei Jahren berichteten, mehr als ein Drittel der Unternehmen (38 Prozent) jedoch über keinen entsprechenden Präventions- oder Abwehrplan verfügen. Nur 17 Prozent aller befragten Unternehmen sind auf Sicherheitsbedrohungen aus dem Internet vorbereitet.

Die Unternehmen, die über einen Notfallplan verfügen, verlassen sich bei dessen Umsetzung meist auf ihre IT-Abteilung. Die große Mehrzahl holt sich jedoch zusätzlich Hilfe von externen Dienstleistern. Dabei handelt es sich in der Regel um IT-Sicherheitsexperten, IT-Rechtsberater und Strafverfolgungsexperten.

Mangelndes Wissen und fehlende Kommunikation sind Hauptprobleme

Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist, dass bei den Unternehmen vor allem geringes Wissen über potenzielle Cyber-Bedrohungen den Einsatz von Präventivmaßnahmen verhindert. So fühlen sich bspw. nur 17 Prozent der Führungskräfte weltweit ausreichend auf Sicherheitsbedrohungen aus dem Internet vorbereitet und 41 Prozent der Führungskräfte glauben, ein besseres Verständnis der potenziellen Gefahren könnte zu einer besseren Vorbereitung auf Sicherheitsvorfälle beitragen. Dabei sieht sich die Hälfte aller befragten Unternehmen außer Stande, die wirtschaftlichen Folgen eines eventuellen Sicherheitsvorfalles einschätzen zu können.

Die treibende Kraft für die Einrichtung von Sicherheitsplänen und Prozessen ist die Angst um den Ruf des Unternehmens. Zwei Drittel aller Führungskräfte, die an der Umfrage teilgenommen hatten, geben an, dass eine effiziente Reaktion auf einen Sicherheitsvorfall den Ruf ihres Unternehmens positiv beeinflussen würde. Bei Unternehmen, die in den letzten zwölf Monaten von einem Sicherheitsvorfall betroffen waren, ist laut Studie die Wahrscheinlichkeit, dass sie externe Experten beauftragen werden, doppelt so hoch wie bei Unternehmen, bei denen es bisher zu keinen Sicherheitsvorfällen kam.

Noch immer wird im Falle von Sicherheitslücken aber sehr zurückhaltend informiert, wie die Untersuchung zeigt. So melden 57 Prozent der Unternehmen Sicherheitsvorfälle nicht freiwillig, wenn für sie keine gesetzliche Verpflichtung dazu besteht. Nur ein Drittel der Unternehmen tauscht Informationen über Sicherheitsvorfälle mit anderen Organisationen, meist mit dem Ziel, ihre Best Practices weiterzugeben und die eigenen Abwehrmaßnahmen bewerten zu können.

Über die Studie

Die Studie wurde in Zusammenarbeit von Arbor Networks und der Economist Intelligence Unit (EIU), dem weltweit führenden Anbieter von BI-(Business Intelligence) Dienstleistungen und Tochterunternehmen des Herausgebers der britischen Wochenzeitschrift „The Economist“, durchgeführt.

Die EIU befragte weltweit 360 Vertreter aus Wirtschaft und Industrie, davon 73 Prozent hochrangige Führungskräfte oder Vorstandsmitglieder. 31 Prozent der befragten Unternehmen haben ihren Sitz in Nordamerika, 36 Prozent in Europa und 29 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum.

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