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Mobile Sicherheit Unternehmen verzichten der Einfachheit halber auf Verschlüsselung

Redakteur: Stephan Augsten

Obwohl Laptops schnell verloren gehen oder gestohlen werden können, verzichten Firmen oft auf Festplatten- und Daten-Verschlüsselung. Zu diesem Schluss kommen der TÜV Rheinland und der IT-Security-Anbieter Winmagic nach einer Online-Umfrage: Knapp 40 Prozent der Teilnehmer sichern demzufolge weniger als ein Viertel der Notebooks.

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Fast jede Organisation verzichtet darauf, ausnahmslos jeden Laptop zu verschlüsseln.
Fast jede Organisation verzichtet darauf, ausnahmslos jeden Laptop zu verschlüsseln.

Im Rahmen einer Online-Studie stellten der TÜV Rheinland und der Software-Hersteller Winmagic die zentrale Frage: „Wie viel Prozent Ihrer Notebooks sind verschlüsselt?“ Während 40 Prozent der Teilnehmer gerade einmal ein Viertel ihrer Laptops auf diesem Wege absichern, verschlüsseln zumindest 45 Prozent der Befragten mehr als drei Viertel ihrer tragbaren Rechner.

Besonders häufige Beweggründe für den Verzicht auf Verschlüsselung sind die fehlende Nutzerakzeptanz und zu lange Boot-Zeiten. Ein weiteres Hindernis ist die notwendige Änderung von Arbeitsprozessen und -abläufen, wie beispielsweise die Wiederherstellungsprozesse bei vergessenen Passwörtern.

Auch bei aktuellen Smartphones und Tablet-Rechnern lässt die Sicherheit zu wünschen übrig. Zwar bezeichnen 80 Prozent der befragten Unternehmen und Behörden die Verschlüsselung als wichtigste Funktion für die Auswahl einer mobilen Plattform. Trotzdem entscheidet sich mehr als die Hälfte der Organisationen für Geräte ohne ausreichenden Verschlüsselungsschutz.

Besonders kritisch sei dies laut TÜV vor dem Hintergrund zu sehen, dass mobile Arbeitsgeräte einem erhöhten Risiko von Verlust oder Diebstahl ausgesetzt sind: „Im Verhältnis zum materiellen Wert des Gerätes wiegt der Schaden durch Datendiebstahl und Datenmissbrauch oft schwerer“, sagt Thomas Laubrock, Leiter Produktmanagement im Bereich Informationssicherheit beim TÜV Rheinland.

An der Untersuchung haben sich dem TÜV Rheinland zufolge zwischen August und September 2011 über 100 deutsche Behörden und Firmen verschiedener Branchen und Größen beteiligt.

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