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Überdurchschnittlich viele Spam-Mails an deutsche Anwender Urlaub und WM führen zu Spam-Rekordhoch

| Redakteur: Stephan Augsten

Zum Sommeranfang ging es in diesem Jahr heiß her, auch in Sachen E-Mail-Sicherheit: Anteilsmäßig waren so viele Spam-Nachrichten an deutsche Nutzer adressiert wie noch nie, meldet Kaspersky Lab. Von ungefähr kam das natürlich nicht, immerhin fand sich mit der Fußball-WM willkommener Anlass, um die Öffnungs- und Klickrate zu erhöhen.

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Im Juni wurde Deutschland von einer regelrechten Spam-Welle überrollt.
Im Juni wurde Deutschland von einer regelrechten Spam-Welle überrollt.
(Bild: Archiv )

Im Juni 2014 hat das Kaspersky Security Network in Deutschland überdurchschnittlich viele Spam-Nachrichten registriert. Insgesamt gingen 16,41 Prozent aller weltweit versendeten Spam-Mails an deutsche E-Mail-Empfänger. Im Vergleich zum Vormonat hat sich der Anteil somit verdoppelt (8,24 Prozent).

Die Bundesrepublik lag in der Rangfolge der Spam-empfangenden Länder mit großem Abstand vor den in der Regel führenden USA (9,54 Prozent) und Großbritannien (sieben Prozent). Dies geht aus dem Spam-Report für Juni von Kaspersky Lab hervor. Betrachtet man die Nationen, aus denen der meiste Spam versendet wird, führten im Vormonat die USA (13,24 Prozent) vor Russland (6,93 Prozent) und China (5,55 Prozent).

Neben der Fußballweltmeisterschaft setzen die Cyberkriminellen im Juni natürlich auch auf andere Themen. So versuchten die Spammer, den anstehenden Sommerurlaub zu ihrem Vorteil zu nutzen. Kaspersky Lab identifizierte zahlreiche betrügerische E-Mails, die als Buchungsbestätigungen von Hotels und Fluglinien getarnt waren.

Der in der Spam-Mail enthaltene Anhang enthielt allerdings keine Rechnung wie vorgegaukelt, sondern den Spyware-Trojaner „Ursnif“. Dieser stiehlt vertrauliche Daten und sendet diese anschließend an einen Server der Cyberkriminellen. Der Trojaner kann zudem den Netzverkehr mitlesen, weitere Schadprogramme laden und starten sowie einige Systemanwendungen wie beispielsweise die Firewall deaktivieren.

Auch der Video-Spiele-Hersteller Electronic Arts (EA) stand im Juni bei den cyberkriminellen Spam-Themen im Brennpunkt. Dabei wurden gefälschte E-Mails mit Nachrichten über den EA-Online-Store Origin versendet. Inhaltlich wurde hier ein klassischer Phishing-Trick eingesetzt. Die Nutzer sollten zur Verbesserung der Sicherheit die eigenen Account-Zugangsdaten verifizieren.

Die größten Ziele von Phishing-Attacken waren im Juni 2014 Kunden von E-Mail- und Suchmaschinen-Anbietern (32,1 Prozent), Sozialen Netzwerken (27,7 Prozent), Finanzinstituten, Banken und Bezahldiensten (11,6 Prozent) sowie Online-Shops (10,6 Prozent). Weitere Informationen zu den Spam- und Phishing-Statistiken finden sich im Kaspersky-Blog Viruslist.com.

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