Security-Systeme vorgestellt

Verizon nutzt Blockchain in Sicherheitslösungen

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

Verizon sorgt per Blockchain für mehr Sicherheit: Verizon Identity (VID) und Verizon Machine State Integrity sollen in Kürze auf den Markt kommen.
Verizon sorgt per Blockchain für mehr Sicherheit: Verizon Identity (VID) und Verizon Machine State Integrity sollen in Kürze auf den Markt kommen. (Bild: Verizon)

Der US-Telekommunikationskonzern Verizon Business erweitert sein Angebot an Security-Lösungen zum Schutz vor Cyberkriminalität. Dabei kommt auch Blockchain-Technik zum Einsatz.

Verizon Business baut sein Angebot rund um Sicherheitslösungen für Unternehmen aus und stellte dabei auch zwei Blockchain-basierte Systeme vor: Verizon Identity (VID) und Verizon Machine State Integrity. Beide nutzen den dezentralen Ansatz der Blockchain, um ausnutzbare Schwachpunkte in der Sicherheitslösung zu vermeiden.

Sichere Identitäten

VID ermöglicht Anwendern, Identitätsnachweise in einem sicheren „Digital Identity Safe“ auf ihren Mobilgeräten abzulegen. Anwendungen sollen darauf einfach und sicher zugreifen und die Validität prüfen können. Klassische Passwörter werden dadurch laut Verizon möglicherweise künftig überflüssig.

Die Lösung verschlüsselt und verteilt die Identitätsdaten auf multiple Server in der Blockchain. Auf diese Weise ist kein Single Point of Entry für Angreifer mehr vorhanden. Für zusätzliche Sicherheit sorgen Multi-Faktor-Authentifizierung und biometrische Informationen. VID erfüllt laut Verizon alle wichtigen Branchenvorschriften und -standard, einschließlich der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), NIST SP 800-63-3 sowie FIDO2. Verizon will VID weltweit anbieten.

Infrastruktur schützen

Verizons Machine-State-Integrity-Lösung bezieht dagegen Betriebsdaten aus dezentralen maschinellen Umgebungen, um Erkenntnisse zu potenziellen Compliance- und Sicherheitsproblemen zu gewinnen. Die Absicherung von Maschinen ist eine komplexe Herausforderung – ein einziger Schwachpunkt in der Infrastruktur reicht, um die gesamte Umgebung zu gefährden. Cyberangriffe könnten beispielsweise zu vollständigen Ausfällen ganzer Produktionsanlagen führen und im schlimmsten Fall Kraftwerke oder ganze Smart Cities lahmlegen. Die Lösung soll noch im zweiten Quartal 2020 auf dem Markt kommen.

„Cyberkriminalität ist eine alltägliche Bedrohung für jedes Unternehmen und jede Regierung auf der ganzen Welt“, betont Alex Schlager, Executive Director und Chief Product Officer of Security Services von Verizon. „Unser Bericht über die Untersuchung von Datenverstößen im Jahr 2019 machte deutlich, dass finanziell motivierte Cyberangriffe auf breiter Front zunehmen. Führungskräfte der C-Ebene sind zunehmend und proaktiv von Attacken betroffen, die zum Beispiel mit gestohlenen Ausweisen in Verbindung stehen. Unternehmen müssen mehr denn je ihre Sicherheitsmaßnahmen überdenken und modernste Technologien zur Eindämmung von Cyberkriminalität einsetzen“, ergänzt er.

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