Quelloffene Kommunikation

Verschlüsseltes Messaging mit Secure Chat und Axolotl

| Redakteur: Stephan Augsten

Kompatibilität als Mehrwert für die Anwender

Doch wie schafft man es, viele Nutzer dazu zu bewegen, zu einem anderen Dienst zu wechseln? Viele Anwender nutzen eine der großen Messaging-Plattformen wie WhatsApp oder Facebook Messenger. Um sie zu einem Wechsel zu bewegen, bedarf es guter Gründe. Eines der wichtigsten Argumente: Viele Freunde, Arbeitskollegen und Bekannte eines Nutzers verwenden ebenfalls den neuen Dienst.

Genau hier liegt das größte Problem für sichere Messenger: Jeder einzelne dieser Dienste startet quasi bei null. Wenn es hingegen egal ist, zu welchem sicheren Dienst der Nutzer wechselt, ist die Hemmschwelle deutlich niedriger, eine App zu testen. Am Ende gewinnen dann alle Anbieter von sicheren Kommunikationsdiensten – denn der Markt ist groß genug, um Wettbewerb trotz gleicher Kommunikationsbasis zu ermöglichen.

Einen Beweis für diese Theorie liefert die E-Mail. Oft totgesagt, erfreut sie sich weiterhin großer Beliebtheit; und obwohl alle über dieselben zwei Protokolle miteinander kommunizieren, ist der Markt groß genug, um tausenden Anbietern ein sicheres Einkommen zu ermöglichen. Dieser Zustand ist nur durch Kooperation lösbar.

Deshalb ist die Firma in Gesprächen mit weiteren Anbietern. Nur durch ein gemeinsames Kommunikationsnetz können genügend Nutzer für die Dienste gewonnen werden. Dann wird sich zeigen, ob der Wunsch einer abhörsicheren Kommunikation für Endanwender und eine einheitliche Plattform, Realität werden kann.

Bei der Wahl der Open-Source-Plattform war für G Data eine Lösung wichtig, die es erlaubt, den Server zu kontrollieren. In einem so sensiblen Umfeld ist das Risiko zu hoch, wichtige Infrastruktur in die Hände eines fremden Unternehmens zu legen. Daher schieden etliche der Open-Source-Lösungen von Vornherein aus, da sie nur die Quelltexte des Clients offenlegen.

Ergänzendes zum Thema
 
Über die IT-SECURITY MANAGEMENT & TECHNOLOGY Conference 2015

Server-Standort in Deutschland

Beim Axolotl-Protokoll sind auch die Quelltexte der Server-Software offen zugänglich. Experten der Ruhr-Universität Bochum haben diese unabhängig unter die Lupe genommen und es für sicher befunden. Für Firmen, die auf eine komplett eigene Infrastruktur Wert legen, ist diese Konstellation eine gute Möglichkeit, einen Dienst anzubieten, ohne ein eigenes Protokoll entwickeln zu müssen und durch die Kompatibilität auch gleich eine Masse an Nutzern anzusprechen.

In Deutschland gelten die härtesten Datenschutzgesetze der Welt und deutsche Unternehmen sind verpflichtet, diese in allen Punkten einzuhalten. G Data garantiert seinen Kunden höchste Qualität und vertrauenswürdige Sicherheitslösungen – ohne Hintertüren für Geheimdienste oder staatliche Behörden. Durch das quelloffene System und Server am Unternehmensstandort in Bochum kann dies auch für den Messaging-Dienst sichergestellt werden.

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