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Interview zu Scrambls for Enterprise Verschlüsselung für Cloud und Social Media im Unternehmen

Redakteur: Peter Schmitz

Social Media und Cloud Computing gewinnen in deutschen Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Damit bei der Speicherung von Daten in der Cloud die Sicherheit der Informationen gewährleistet ist, bedarf es effektiver Sicherheitsstrategien, meint Nick Spekkels, Business Development Director bei Wave Systems im Gespräch mit Security-Insider.de.

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Mit Scrambls for Enterprise sollen Unternehmen mehr Kontrolle über die Daten erhalten, die sie in der Cloud speichern. Das Verschlüsselungstool ermöglicht zentrales Reporting und Management, sowie die Integration in Microsoft Active Directory.
Mit Scrambls for Enterprise sollen Unternehmen mehr Kontrolle über die Daten erhalten, die sie in der Cloud speichern. Das Verschlüsselungstool ermöglicht zentrales Reporting und Management, sowie die Integration in Microsoft Active Directory.
(Bild: Wave Systems)

Security-Insider.de: Herr Spekkels, Wave Systems hat Anfang Mai den Social Media-Dienst Scrambls herausgegeben, der zur sicheren Kommunikation in sozialen Netzwerken beiträgt, indem er Nachrichten verschlüsselt. Jetzt geben Sie den Launch einer neuen Scrambls-Version für Unternehmen bekannt, „Scrambls for Enterprise“. Welche Vorteile bietet diese Version Unternehmen im Vergleich zur kostenlosen Scrambls Version, die im Mai gelauncht wurde? Wo liegen die Unterschiede?

Nick Spekkels: Scrambls for Enterprise bietet Unternehmen eine neue Form des Schutzes und der Kontrolle des Inhalts, den sie in der Cloud speichern. Es ermöglicht Unternehmen sowohl das zentrale Reporting als auch die Verwaltung. Außerdem lässt sich Scrambls for Enterprise in Microsoft Active Directory integrieren, um Gruppen (z.B. Partner und Kunden) einfach erstellen zu können, mit denen sie ihre Inhalte und Dateien teilen möchten. Zukünftige Versionen von Scrambls for Enterprise werden eine widerstandsfähigere AES-Verschlüsselung und Data Loss Prevention beinhalten, die Unternehmen davor schützen, dass sensible Daten das Unternehmensnetzwerk verlassen. Auch werden Unternehmen ihren eigenen Keyserver erhalten können.

Security-Insider.de: Können Sie schon Angaben über die Kosten von Scrambls for Enterprise machen? Ist es geplant, Lizenzmodelle anzubieten? Wenn ja, wie sehen diese aus?

Nick Spekkels: Aktuell gibt es die Möglichkeit, sich für ein Jahr mit 1.000 Nutzern für 10.000 US-Dollar anzumelden. Diese Version beinhaltet außerdem sechs Stunden Ferntraining und Hilfe bei der Installation.

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Security-Insider.de: Wie genau funktioniert die Verschlüsselung der Dateien in der Cloud bzw. in E-Mails? Und warum brauche ich als Unternehmen eine Verschlüsselungssoftware für Dateien in der Cloud?

Nick Spekkels: Die Verschlüsselung findet nicht in der Cloud statt. Die Datei wird bereits auf dem Endgerät verschlüsselt und dann an die Cloud gesendet. Vorher kann der Nutzer die Gruppe auswählen, mit der er die Datei teilen möchte. So kann er selbst festlegen, wer die Möglichkeit hat, den Inhalt zu entschlüsseln und anzusehen.

Der Empfänger erhält die Datei in einem verschlüsselten Format und – wenn er Teil der Gruppe ist – erhält er einen Schlüssel, um die Datei zu entschlüsseln. Alles, was der Nutzer in die Cloud schickt, ist bereits verschlüsselt. Diese Art der Datenverschlüsselung entspricht auch Compliance-Richtlinien.

Security-Insider.de: Thema Datenschutz in der Cloud: Was passiert mit den Informationen und Dateien, die Scrambls verschlüsselt? Wo werden sie gespeichert? Und inwiefern kann Scrambls Unternehmen dabei unterstützen, die neuen EU-Datenschutzregelungen zu befolgen?

Nick Spekkels: Scrambls speichert die verschlüsselten Dateien niemals. Er verschlüsselt und entschlüsselt diese lediglich, indem er den Endgeräten die Schlüssel zur Verfügung stellt. Die Verschlüsselungsschlüssel werden auf einem Scrambls-Server in der Cloud gespeichert. Zu keinem Zeitpunkt kann Scrambls die Informationen anzeigen oder speichern. So ist die Integrität stets sichergestellt.

Security-Insider.de: Bisher zeigen sich deutsche Unternehmen beim Thema Cloud Storage eher zurückhaltend. Herr Spekkels, sind Sie der Meinung, dass Scrambls for Enterprise dazu beitragen kann, dass mehr deutsche Unternehmen ihre Daten in der Cloud speichern?

Nick Spekkels: Ja, wir sind davon überzeugt, dass Scrambls for Enterprise das Vertrauen der Menschen in die Cloud stärken wird. Momentan schicken die Internetnutzer ihre Dateien noch unverschlüsselt in die Cloud. Das bedeutet, die sensiblen Unternehmensdaten sind nicht sicher. Mit Scrambls haben sie nun die Möglichkeit, die Dateien zu verschlüsseln, noch bevor sie diese in die Cloud schicken. Und nur ausgewählte Personen werden diese Dateien lesen können, wenn sie für sie freigegeben sind.

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