Studie zeigt wirtschaftliche Vorteile hardwarebasierter Festplattenverschlüsselung

Verschlüsselung senkt Betriebskosten

| Redakteur: Peter Schmitz

Die für Unternehmen wichtigste Erkenntnis der neuen Ponemon-Studie ist, dass Unabhängig von der Verschlüsselungsmethode, die Vorteile der Festplattenverschlüsselung die Kosten um den Faktor 4 bis 20 übersteigen.
Die für Unternehmen wichtigste Erkenntnis der neuen Ponemon-Studie ist, dass Unabhängig von der Verschlüsselungsmethode, die Vorteile der Festplattenverschlüsselung die Kosten um den Faktor 4 bis 20 übersteigen. (Bild: maxkabakov - Fotolia.com)

Eine neue Studie des Ponemon Institute hat herausgefunden, dass hardwarebasierte Verschlüsselung die Gesamtbetriebskosten eines Verschlüsselungssystems im Vergleich zu softwarebasierten Verschlüsselungslösungen um bis zu 75 Prozent senken kann.

Das Ponemon Institut hat im Auftrag von WinMagic, und in Zusammenarbeit mit mehreren Herstellern von selbstverschlüsselnden Festplatten (SEDs, Self Encrypting Drives), wie Micron, LSI Corporation, Plextor, Seagate, Samsung und Toshiba, eine Studie durchgeführt, in der die "Total Cost of Ownership (TCO)" von hardware- und softwarebasierten Festplatten-Verschlüsselungslösungen analysiert wurden.

SED-Festplatten verschlüsseln Daten ohne Zuhilfenahme von Software auf der Hardwareebene. Das bedeutet: Die Verschlüsselung ist immer wirksam, die Encryption Keys verbleiben auf dem Laufwerk und die Authentifizierung erfolgt unabhängig vom Betriebssystem.

Der Anbieter für Datensicherheitslösungen, WinMagic hat das Ponemon Institute aus Michigan/USA beauftragt, 1.335 IT-Manager und IT-Sicherheitsmanager in Deutschland, Großbritannien, Japan und den USA zu befragen. Berücksichtigt wurden Unternehmen aller wichtigen Branchen.

Das wichtigste Ergebnis der Umfrage ist, dass selbstverschlüsselnde Festplatten im Vergleich zu softwarebasierten Verschlüsselungslösungen die Gesamtbetriebskosten um 75 Prozent senken. Die weiteren Ergebnisse der Studie, welche die Vorteile einer hardwarebasierten Verschlüsselung betonen, sind zum Teil überraschend.

Vorteile der Verschlüsselung übersteigen die Kosten um das 4- bis 20-fache

So reduzieren Festplatten mit Hardwareverschlüsselung die Produktivitätsverluste bei Endbenutzern. In der Stichprobe aus den USA ergaben sich bei der hardwarebasierten Verschlüsselung Einsparungen pro User und Jahr von 300 US-Dollar verglichen mit der softwarebasierten Lösung.

Im Vergleich zur softwarebasierten Verschlüsselung lassen sich mit einer hardwarebasierten Lösung bei den Gesamtbetriebskosten also Einsparungen um 75 Prozent erzielen. Unabhängig von der Verschlüsselungsmethode übersteigen die Vorteile der Festplattenverschlüsselung die Kosten in allen vier Ländern um den Faktor 4 bis 20. Verschlüsseln ist also in jedem Fall Kosteneffektiver als nicht verschlüsseln.

"Ein Blick auf unsere Daten verdeutlicht die substanziellen Kostenunterschiede zwischen hardware- und softwarebasierten Verfahren zur Festplattenverschlüsselung", erläutert Larry Ponemon, Chairman und Gründer des Ponemon-Instituts. "Ursächlich für die Unterschiede und die Vorteile der hardwarebasierten Lösungen sind die Aufwände und Arbeitskosten für IT-Fachkräfte, die Benutzerproduktivität und die Lizenzkosten."

Die neue Studie schließt an den im letzten Jahr veröffentlichten Report zu den Gesamtbetriebskosten der Festplattenverschlüsselung (The TCO for Full Disk Encryption) an und vergleicht die Total Cost of Ownership (TCO) von hardware- und softwarebasierter Verschlüsselung. Ziel war, zu analysieren, wie Unternehmen hardware- und softwarebasierte Festplattenverschlüsselung für Desktops und Laptops einsetzen, welche TCO diese Lösungen generieren und welche Vorteile sie mit sich bringen.

"In den letzten fünf Jahren haben wir immer wieder betont, dass es zwei Schlüsseltechnologien gibt, die den Datenverschlüsselungsmarkt maßgeblich bestimmen: Selbstverschlüsselnde Festplatten und Pre-Boot-Networking. Die Ergebnisse der Studie belegen die Vorteile von SEDs und wir können den Mehrwert mit unserer Pre-Boot-Networking-Lösung PBConnex weiter steigern", sagt Thi Nguyen-Huu, CEO von WinMagic. "Für Unternehmen ist es unverzichtbar, dass sie die Vorteile von Technologien wie SEDs kennen. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit führenden Anbietern solcher Lösungen die Informationen aus der Studie einem breiten Kreis von Interessenten bereitstellen können."

Eine Zusammenfassung der Studie steht auf der Webseite von WinMagic zum Download bereit. In einem Webinar am 30. April 2013 wird Larry Ponemon zusammen mit Vertretern von WinMagic, Micron, Plextor, Seagate, Samsung und Toshiba die Studienergebnisse ausführlich vorstellen.

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