Eco IT-Sicherheitsumfrage 2022 Verstärkte Investitionen in IT-Security

Von Heidi Schuster

Die IT-Sicherheitslage ist angespannt. So kam in einer Umfrage des Eco – Verband der Internetwirtschaft heraus, dass rund ein Drittel der befragten Unternehmen in den vergangenen 12 Monaten Schäden durch IT-Sicherheitsvorfälle erlitten hat.

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Die Unternehmen in Deutschland reagieren auf die angespannte IT-Sicherheitslage und investieren mehr in Cyber-Security.
Die Unternehmen in Deutschland reagieren auf die angespannte IT-Sicherheitslage und investieren mehr in Cyber-Security.
(Bild: © kras99 - stock.adobe.com)

IT-Security sollte in Unternehmen ein Top-Thema sein. Das zeigt auch die Eco-IT-Sicherheitsumfrage 2022. In den vergangenen 12 Monaten hatten 32 Prozent der befragten Unternehmen Schäden durch IT-Sicherheitsvorfälle. Wenn es zu einem Vorfall kommt, dann meist wegen einer Ransomware-Attacke (21 %). Auf Platz zwei liegt Website-Hacking mit 18 Prozent. Insbesondere Schadensfälle mit Datendiebstahl haben stark zugenommen und liegen nun mit ebenfalls 18 Prozent gleichauf. Bei lediglich 9 Prozent aller Geschädigten hat eine Versicherung den Schaden aufgefangen.

Die Gefahren scheinen aber in den Unternehmen wahrgenommen zu werden, denn der Umfrage zufolge haben 54 Prozent der befragten Unternehmen im vergangenen Jahr die Ausgaben für IT-Sicherheit erhöht. Unter dem Strich ging die Zahl der gravierenden Sicherheitsvorfälle im vergangenen Jahr von 20 auf 17 Prozent leicht zurück.

Die verstärkten Bemühungen der Unternehmen, ihre IT zu schützen, bleiben weiter notwendig. Laut 93,8 Prozent der befragten IT-Sicherheitsexperten wächst die Bedrohungslage in Deutschland weiter. Als einen wichtigen Grund dafür identifizieren sie die Corona-Pandemie. Diese hat nach Einschätzung von 80 Prozent der IT-Sicherheitsexperten die Sicherheitslage verschärft. Erfolgreiche Angriffe im Homeoffice gab es bei rund 16 Prozent der Unternehmen.

Mitarbeitersensibilisierung im Homeoffice

„In Anbetracht einer wachsenden Bedrohungslage und Verwundbarkeiten durch mehr Mitarbeiter im Homeoffice, schützen sich viele Unternehmen nicht ausreichend vor Cyberangriffen“, sagt Oliver Dehning, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit beim Eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. „Insbesondere vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlt ein Sicherheitskonzept für Remote-Arbeitsplätze. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen zur Mitarbeitersensibilisierung, die die Cyber-Resilienz insgesamt erhöhen.“ Das wichtige Sicherheitsthema sei jetzt die Mitarbeitersensibilisierung, stellt die Studie fest. Auf Platz zwei und drei im Ranking der wichtigsten Sicherheitsthemen rangieren Notfallplanung und Spam-Schutz.

Über die Studie

Die IT-Sicherheitsumfrage wird seit 2010 jährlich vom Eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. durchgeführt. Untersucht wird dabei die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland. Für die IT-Sicherheitsumfrage 2022 wurden 145 Experten aus der IT-Sicherheitsbranche befragt.

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