Virenschutz unter Windows Vista

Virenscanner bleiben unverzichtbar

03.01.2007 | Autor / Redakteur: Peter Riedlberger / Peter Schmitz

Windows Vista bietet zahlreiche Features, um die allgemeine Sicherheit des Anwenders zu erhöhen. Gleichwohl bleiben nach Ansicht einer Antivirus-Expertin Virenscanner unverzichtbar.

In einem Whitepaper geht Natalya Kaspersky, die Geschäftsführerin des Softwareherstellers Kaspersky Labs, der Frage nach, ob das neue Microsoft-Betriebssystem Virenscanner überflüssig macht und wie die Microsoft-Lösung OneCare einzuschätzen ist.

Dass sie zu dem Ergebnis kommt, dass Virenscanner unersetzlich bleiben, ist klar. Da aber ihre Argumentation bemerkenswert objektiv ist und die Sachlage prägnant zusammenfasst, lohnt es, sich den Text näher anzusehen.

Neue Sicherheitsfeatures von Vista

Am wichtigsten ist nach Ansicht der Autorin der neue Umgang des Systems mit Benutzerrechten. Während alle bisherigen Windows-Versionen den unbedarften Benutzer standardmäßig mit Administratorrechten agieren ließen und zudem eine Vielzahl von Programmen solche Rechte voraussetzte, um lauffähig zu sein, sollen Vista-Benutzer im Normalfall nur mit eingeschränkten Rechten arbeiten. Falls für einzelne Aktionen weitergehende Rechte erforderlich sind, werden diese erst nach einer zusätzlichen Bestätigung ausgeführt.

Eine weitere Neuerung ist der geschützte Modus des Internet Explorers 7, der den Browser gegen bestimmte Attacken absichert, indem die Anwendung nur für wenige Verzeichnisse Schreibrechte erhält.

Zusätzlich zu den Neuerungen, die Frau Kaspersky anführt, lassen sich noch einige Verbesserungen im Bezug auf die Systemsicherheit aufführen, wie beispielsweise die Maßnahmen gegen Buffer-Overflows. Der Betriebssystemcode wurde robuster kompiliert, bei Systemen mit kompatiblen Prozessoren und entsprechenden Anwendungen ist die Ausführung von Code in Datenbereichen unmöglich, und zudem sorgt ein weiteres Feature dafür, dass gewisse Systemfunktionen dank zufälliger Einsprungadressen jedes Mal an anderer aufzufinden sind. So hat es Schadcode erheblich schwieriger, aktiv werden zu können.

Seite 2: Sicherheitssoftware von Microsoft

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