Sicherheit für vernetzte Produktionsanlagen

Virenschutz für Produktionsroboter muss sein!

| Redakteur: Peter Schmitz

Sicherheit für einen Produktionsprozess mit modernsten Geräten zu gewährleisten ist eine komplexe Aufgabe, daher muss eine Industrie 4.0 IT-Strategie hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen.
Sicherheit für einen Produktionsprozess mit modernsten Geräten zu gewährleisten ist eine komplexe Aufgabe, daher muss eine Industrie 4.0 IT-Strategie hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen. (Bild: Claus Brechenmacher & Reiner Baumann, KUKA)

Trotz vieler Sicherheitsrisiken bietet das Internet of Things (IoT) nicht nur für die Industrie große Chancen, sondern auch für Security-Dienstleister und Versicherungen. Vernetzte Produktionsanlagen brauchen neue IT-Security-Konzepte für den Mittelstand, sagt Dr. Bettina Horster, Direktorin Mobile im eco - Verband der Internetwirtschaft.

Digital im IoT vernetzte Produktionsanlagen steuern die Fertigung selbstständig und reagieren nahezu in Echtzeit. „In immer mehr mittelständischen Unternehmen wachsen Systeme zu smarten Produktionsanlagen zusammen. Dafür brauchen wir Sicherheitskonzepte, die wirksam vor Bedrohungen von außen schützen“, gibt Dr. Bettina Horster, Direktorin Mobile im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. zu bedenken.

Gefahren gehen besonders von Cyberkriminellen aus, die sofort nach Sicherheitslücken suchen, sobald Produktionsanlagen mit dem Internet verbunden sind. „Betriebssicherheit und Produktions-Kontinuität haben höchste Priorität. Eine Industrie 4.0 IT-Strategie muss daher hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen“, sagt Markus Bartsch von der TÜV Informationstechnik GmbH. Doch vielen Mittelständlern fehlt es an Know-how und an Lösungen, Angriffe aus dem Internet überhaupt zu erkennen. Doch Fertigungsanlagen und Produktionsroboter mit Firmware-Updates und Anti-Viren-Software zu bestücken ist oft nicht möglich.

Gefragt ist IoT-Security vom Spezialisten

Die Segmentierung der Netzbereiche mit Firewalls ist eine einfache und wirksame Möglichkeit, Sicherheit zu schaffen, sagt Professor Till Hänisch von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. „Insbesondere Unternehmen mit einer überschaubaren Anzahl an Maschinen können mit Firewalls auf Anwendungsebene ein hohes Sicherheitslevel schaffen“, sagt Hänisch. Er empfiehlt auch ein hohes Maß an Standardisierungen, etwa für den verschlüsselten Fernzugriff auf Anlagen und mahnt zu einer realistischen Risikoeinschätzung durch die Verantwortlichen.

Neue Geschäftsfelder für Versicherungen

Sicherheit für den gesamten Produktionsprozess zu gewährleisten ist eine komplexe Aufgabe, die Mittelständler spezialisierten Dienstleistern überlassen sollten. Diese könnten gemeinsam mit Versicherungen attraktive Service-Pakete schnüren: „So ließen sich Schäden durch Cyberkriminelle, die trotz aller gebotener Achtsamkeit auftreten können, finanziell auffangen“, sagt Hänisch.

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