Interview zu Hochverfügbarkeitslösungen everRun von Marathon Virtualisierte Server-Umgebungen sind sicherer als Cluster

Autor / Redakteur: Achim B.C. Karpf / Stephan Augsten

High-Availability oder Fault-Tolerant-Lösungen stellen über Server-Replikation oder Synchronisation sicher, dass Applikationen zu annähernd 100 Prozent verfügbar sind. Eine dieser flexiblen und leistungsfähigen Lösungen kommt vom amerikanischen Hersteller Marathon Technologies, der sich ausschließlich mit dem Thema Hochverfügbarkeit von Windows-Systemen befasst. Information Security sprach mit Gary Phillips, CEO und Präsident von Marathon Technologies, über die everRun-Hochverfügbarkeitslösungen.

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Gary Phillips, CEO und Präsident von Marathon Technologies.
Gary Phillips, CEO und Präsident von Marathon Technologies.
( Archiv: Vogel Business Media )

Achim B.C. Karpf: Was unterscheidet die High-Availability- und Fault-Tolerant-Lösungen von klassischen Cluster-Lösungen?

Gary Phillips: Beim Clustering werden Failover-Techniken eingesetzt, um die Verfügbarkeit von Server-Systemen zu steigern und die Ausfallzeit zu reduzieren. everRun FT schließt Ausfallzeiten von vornherein aus, da es kein Failover gibt. Stattdessen laufen die Anwendungen einfach auf den redundanten Systemen weiter, während die defekten Komponenten ausgetauscht werden. everRun FT ermöglicht fortlaufende Verfügbarkeit, während Cluster nur hohe Verfügbarkeit sicherstellen.

Außerdem funktioniert everRun FT mit jeder Windows-basierten Anwendung ohne Anpassung, während Anwendungen auf Cluster-Techniken spezielle Versionen beziehungsweise Änderungen am Programm selbst erfordern. Dazu muss man normalerweise Scripts schreiben oder die Anwendung neu programmieren, um den Cluster-APIs (Application Programming Interfaces) zu entsprechen.

Cluster-Installationen verlangen auch signifikante Design-Planungen mit kontinuierlichen Wartungen und Support, um die hohe Verfügbarkeit der Applikationen sicherzustellen. everRun FT funktioniert „out of the box“ und benötigt keine speziellen Skripts und keine fortwährende Wartung, um die Verfügbarkeit sicherzustellen.

Wie reagiert Marathon Technologies auf die Entwicklungen bei der Virtualisierung und den neuen Technologien?

Mit dem Launch des v-Available Certification Program möchten wir die Akzeptanz der Server-Virtualisierung auf breiter Front vorantreiben, da diese bisher nur 10 Prozent der Server-Installationen erreicht hat. Zertifizierte Partner werden zu qualifizierten Experten für Hochverfügbarkeitssysteme in virtualisierten Umgebungen.

Laut Analysten von IDG gibt es im Virtualisierungsumfeld einige neue Aspekte. Lag das Hauptaugenmerk bei der Virtualisierung bisher auf der Server-Konsolidierung und Migration von Legacy-Systemen, so wird seit einiger Zeit auch viel Wert auf die Hochverfügbarkeit und das Disaster Recovery in virtuellen Infrastrukturen gelegt.

Welches sind Ihre wichtigsten Partner im Virtualisierungsumfeld?

Für uns sind alle Virtualisierungslösungen wichtig und wir richten unser Augenmerk auf alle aktuellen und zukünftigen Entwicklungen. Zudem sind wir erst im April eine technologische Partnerschaft mit XenSource eingegangen. Im Rahmen dieser Kooperation werden wir Marathons Fault-Tolerant-Lösung auf Xen portieren, um Unternehmen eine hochverfügbare Virtualisierungslösung zur Verfügung zu stellen.

Dieses Interview stammt aus der Juli/August-Ausgabe unserer Fachzeitschrift INFORMATION SECURITY. Wenn Sie Beiträge wie diesen und weitere hochklassige Analysen und Produkttests in Zukunft regelmäßig und kostenlos nach Hause geliefert bekommen möchten, registrieren Sie sich jetzt bei Security-Insider.de (Link unten). Mit dem Experten-Know-how von INFORMATION SECURITY finden Sie dann künftig mehr Zeit für die wichtigen Dinge Ihres Jobs!

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