Suchen

Virus

| Redakteur: Gerald Viola

In der Welt der Computer ist ein Virus ein Programm oder Programmcode, das/der sich auf ein anderes Programm, den Bootsektor des Computers oder ein Dokument kopiert bzw. kopieren lässt,

Firma zum Thema

In der Welt der Computer ist ein Virus ein Programm oder Programmcode, das/der sich auf ein anderes Programm, den Bootsektor des Computers oder ein Dokument kopiert bzw. kopieren lässt, um sich zu verbreiten. Viren können als E-Mail-Anhänge oder Datei-Downloads übertragen werden, oder sie residieren auf einer Diskette oder CD. Der eigentliche Urheber der E-Mail, Datei oder Diskette, die man erhalten hat, weißt in der Regel nichts vom Virus. Einige Viren werden sofort aktiv, nachdem der Virencode ausgeführt wurde, während andere als Schläfer warten, bis bestimmte Bedingungen erfüllt sind, bevor der Code vom Computer ausgeführt wird. Manche Viren sind gutartig oder spielerisch ("Happy Birthday, Ludwig!"), wohingegen andere größere Schäden anrichten, indem Sie Daten vernichten oder die Neueformatierung der Festplatte erzwingen. Ein Virus, der sich selbst repliziert, indem er sich als E-Mail-Anhang oder als Teil einer Nachricht verbreitet, wird Wurm genannt.

Allgemein gesehen, gibt es drei Hauptgattungen:

Dateiinfektoren. Manche Dateiinfektor-Viren hängen sich an Programme an, die in der Regel ausgewählte .COM- oder .EXE-Dateien. Manche können jedes Programm infizieren, dessen Ausführung angefordert wird, darunter .SYS-, .OVL-, .PRG- und .MNU-Dateien. Wenn das Programm geladen wird, wird der Virus ebenfalls geladen. Andere Dateiinfektoren treffen als eigenständige Programme oder Scripts ein, die als E-Mail-Anhang verschickt wurden.

System- oder Bootsektor-Infektoren. Diese Viren infizieren den ausführbaren Code, der in bestimmten Systembereichen eines Mediums residiert. Sie hängen sich an den DOS-Bootsektor einer Diskette oder den Master Boot Record einer Festplatte an. Ein typisches Szenario (das auch der Autor kennt) sieht so aus, dass man eine Diskette mit einem Bootsektorvirus aus einer vermeintlich vertrauenswürdigen Quelle erhält. Wenn das Betriebssystem läuft, können die Dateien auf der Diskette gelesen werden, ohne den Bootsektorvirus auszulösen. Wenn Sie die Diskette jedoch im Laufwerk lassen und den Computer ausschalten oder einen Neustart durchführen, sucht der Computer zunächst auf Laufwerk A:, findet die Diskette mit dem Bootsektorvirus, lädt den Virus und macht es für Sie unmöglich, auf Ihre Festplatte zuzugreifen. (Planen Sie einige Tage für die Wiederherstellung ein.) Aus diesem Grund sollte man eine bootfähige Floppy haben.

Makroviren. Diese gehören zu den gängigsten Viren; sie richten in der Regel den geringsten Schaden aus. Makroviren infizieren Microsoft Word und fügen in der Regel überflüssige Wörter oder Phrasen ein.

Der beste Schutz gegen einen Virus besteht darin, den Ursprung jeder Programms bzw. jeder Datei, das/die Sie auf den Computer laden oder mit Ihrem E-Mail-Client öffnen. Weil das schwierig ist, kann man eine Antiviren-Software kaufen, die E-Mail-Anhänge untersucht und außerdem alle Dateien periodisch scannt, um alle gefundenen Viren zu entfernen. Von Zeit zu Zeit erhält man Warnungen per E-Mail über neue Viren. Wenn die Warnung nicht aus einer bekannten Quelle stammt, stehen die Chancen gut, dass es sich dabei um einen Virus-Hoax handelt.

Der Computervirus erhält seinen Namen natürlich vom biologischen Virus. Das Wort selbst stammt vom gleichen lateinischen Wort und bedeutet schleimige Flüssigkeit oder Gift.

(ID:2020989)