LexisNexis Risk Solutions Cybercrime Report H2-2021 Von Menschen initiierte Angriffe nehmen zu

Von Peter Schmitz

LexisNexis Risk Solutions hat die Ergebnisse seines neuesten Cybercrime Reports veröffentlicht, die sich auf das zweite Halbjahr 2021 beziehen. Der Bericht ist eine Analyse der Transaktionsdaten der LexisNexis Digital Identity Network* und zeigt eine deutliche Verschiebung zu von Mobilgeräten ausgehendem Betrug in den letzten vier Jahren, wobei der mobile Datenverkehr 75 Prozent des gesamten Datenverkehrs ausmacht.

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Der LexisNexis Risk Solutions Cybercrime Report zeigt, dass der Anteil der Transaktionen, die von Mobilgeräten ausgehen, auf 75 Prozent angestiegen ist, was zu einem Höchststand bei digitalen Betrugsfällen führt.
Der LexisNexis Risk Solutions Cybercrime Report zeigt, dass der Anteil der Transaktionen, die von Mobilgeräten ausgehen, auf 75 Prozent angestiegen ist, was zu einem Höchststand bei digitalen Betrugsfällen führt.
(Bild: peshkov - stock.adobe.com)

Der LexisNexis Risk Solutions Cybercrime Report analysierte 35,5 Milliarden Transaktionen im Berichtszeitraum von sechs Monaten, was einem Anstieg von 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Dieser Anstieg ist auf ein erhöhtes Transaktionsvolumen bestehender Kunden und einen größeren Kundenstamm innerhalb der Digital Identity Network zurückzuführen. Obwohl die weltweiten pandemiebedingten Einschränkungen in der zweiten Jahreshälfte 2021 nachließen, ist dem Bericht zufolge das Volumen der Online-Transaktionen weiter gestiegen, insbesondere in den Bereichen Finanzdienstleistungen (52 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und Kommunikation, Mobilfunk und Medien (45 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Das wachsende Vertrauen der Verbraucher führt zu einer verstärkten Nachfrage nach einer kundenzentrierten digitalen Welt. Unternehmen priorisieren ihre digitalen Kundenerfahrungsstrategien, um Kunden zu halten und neue Kunden zu gewinnen, was für legitime Verbraucher von Vorteil ist, aber auch Betrügern Chancen bietet.

Willkommen im Zeitalter der Mobilgeräte

Die weltweite Beschleunigung der Digitalisierung und die von der Pandemie angetriebene Annahme mobiler Applikationen, haben sich in einer Vielzahl unterschiedlicher Demografien und Regionen fortgesetzt. Im ersten Cybercrime Report aus dem Jahr 2014, hieß es, dass der Anteil des mobilen Datenverkehrs im Digital Identity Network lediglich 25 Prozent betrug. In der zweiten Hälfte des Jahres 2021 erreichte der Anteil der Transaktionen von Mobilgeräten ausgehend erstmals 75 Prozent. Diese Verschiebung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: die vorherrschende Nutzung von Mobilgeräten der jüngeren Generation, Fintechs, die nur mobile Apps anbieten, und die Bevölkerung in den Schwellenländern, die direkt auf Mobilgeräte umsteigt und Desktops völlig überspringt, sowie der rasche Rückgang der Kosten für Datendienste und Smart-Handsets.

Betrug in Nordamerika auf dem Vormarsch

Die Begeisterung für Kryptowährungen zusammen mit aufgestauten Ersparnissen der Verbraucher, Entlastungsschecks und vermehrtem Online-Shopping aufgrund von Omikron haben das Transaktionswachstum in den USA angekurbelt und gleichzeitig einen Anstieg der Betrugsfälle ausgelöst. Das Digital Identity Network verfolgte 15,3 Milliarden Transaktionen in den USA und Kanada in der zweiten Hälfte des Jahres 2021, ein Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es gab auch einen deutlichen Anstieg der von Menschen initiierten Angriffe mit einem Wachstum von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, basierend auf 157 Millionen Angriffen.

Automatisierte Bot-Attacken nehmen weiter zu; von Menschen initiierte Angriffe stiegen zum ersten Mal seit 2019

Automatisierte Bot-Attacken wuchsen weltweit um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei LATAM mit 455 Prozent das größte Wachstum verzeichnete. Die USA und Kanada verzeichneten mit 692 Millionen Angriffen einen Rückgang von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Von Menschen initiierte Angriffe stiegen zum ersten Mal seit 2019.

Das Leben eines produktiven Betrügers

Ein einziger Betrüger kann einen großen Fußabdruck hinterlassen. Das Digital Identity Network beobachtete eine betrügerische digitale Identität, die 35 verschiedene Organisationen angriff und 580 Vorkommnisse mit sich brachte. Dazu gehören: 100 versuchte Kontoeröffnungen / Kreditkartenanträge / Darlehensanträge, 45 versuchte E-Commerce-Einkäufe, 12 versuchte Passwortrücksetzungen und 7 versuchte Änderungen von Kontodaten. Da Unternehmen die Möglichkeit haben, von weltweit geteilter Intelligenz zu profitieren, können sie mehr Betrugsversuche in Echtzeit erkennen und stoppen, da Betrüger weiterhin von verletzten Identitätsdaten und automatisierten Bot-Anmeldetests profitieren.

"Es ist an der Zeit, sich im Kampf gegen Cyberkriminalität zu vereinen. In einer wahrhaft globalen digitalen Wirtschaft gibt es keine Grenzen mehr für den Handel oder für Cyberkriminelle. Es ist offensichtlicher denn je, dass Betrug über einzelne Branchen oder Länder hinausgeht", sagte Stephen Topliss, Vice President of Fraud and Identity Strategy bei LexisNexis Risk Solutions. "Damit Unternehmen in der digitalen Welt erfolgreich sein können, müssen sie im Kampf gegen Betrug zusammenarbeiten. Dies kann durch die Nutzung eines globalen, anonymisierten digitalen Identitätsnetzwerks und durch die Einrichtung von gezielteren digitalen Konsortien unter Branchenkollegen erreicht werden."

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