40 Jahre E-Mail

Vorteile der E-Mail sind zugleich Ursache für aktuelle Probleme

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Mit dem Siegeszug der E-Mails als Kommunikationsmittel für Jedermann zeigten sich aber auch die ersten Schwächen. Das größte Ärgernis waren unerwünschte E-Mails mit Werbung, umgangssprachlich als Spam bezeichnet. Die kostenlose E-Mail-Übertragung ermöglicht es, Massensendungen ohne Begrenzung zu versenden.

Was als Ärgernis begann, entwickelte sich zu einer ernsthaften Belastung. In den vergangenen Jahren lag der Spam-Anteil bei den E-Mails bei über 90%, in großen Firmen teilweise bei 98%. Die Ausgaben zur Bekämpfung von Spam stellen mittlerweile einen wesentlichen Teil der IT-Ausgaben dar.

Neben dem Charakter der unerwünschten Werbung ist die E-Mail immer noch Haupteinfallstor für Schadsoftware aller Art. Aktuelle Sicherheitslösungen verfolgen einen vollständigen Ansatz zu Sicherung der E-Mail-Kommunikation. Hierzu zählen einerseits die klassische Spam- und Virenerkennung aber auch die Erkennung unbekannter Viren (Outbreaks), Verschlüsselung der E-Mail-Kommunikation und die E-Mail-Archivierung.

Obwohl sich die Anti-Spam-Anbieter wie beispielsweise der führende deutsche E-Mail-Sicherheitsanbieter Eleven inzwischen sehr gut auf ständig wechselnde Tricks der Spammer eingestellt haben (z.B. durch das Bulkcheck-Verfahren), bleibt die Lage angespannt. Durch die zunehmende mobile Nutzung der E-Mail ergeben sich neue Angriffspunkte; ebenso durch das so genannte Web 2.0, in dem viele Dienste ins Internet verlagert werden.

Interaktion anstelle von einfacher Rezeption lautet hier der Grundgedanke. Doch obwohl viele Menschen twittern, bloggen und SMS schreiben, wird die E-Mail in den nächsten Jahren das erfolgreichste und beliebteste Kommunikationsmittel bleiben.

Frank Rickert ist im Bereich Unternehmenskommunikation beim Mail-Security-Spezialisten Eleven tätig.

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