Crowdfunding-Kampagne von CyberGhost gestartet

VPN-Anbieter baut #NoSpyProxy-Rechenzentrum

| Redakteur: Stephan Augsten

CyberGhost will ein einbruchssicheres Rechenzentrum für seine VPN-Dienste errichten.
CyberGhost will ein einbruchssicheres Rechenzentrum für seine VPN-Dienste errichten. (Bild: CyberGhost)

Unter dem Hashtag #NoSpyProxy will der VPN-Anbieter CyberGhost ein eigenes, sicheres Rechenzentrum „außerhalb NSA-Reichweite“ einrichten. Erste Gelder wurden mit dem etablierten VPN-Dienst gesammelt, weitere finanzielle Mittel soll eine Crowdfunding-Kampagne über die Finanzierungsplattform Indiegogo in die Kassen spülen.

Der VPN-Dienst CyberGhost basiert bislang auf einem globalen Netzwerk mit mehr als 300 Servern. Diese sind wartungsintensiv, da man unerwünschte Zugriffe auf die Anonymisierungssysteme ausschließen möchte. Software-seitig genügt laut CyberGhost eine Fernüberwachung, die eigentliche Herausforderung besteht in den Hardware-Überprüfungen. Hier klaffen zeitliche Lücken zwischen den Vor-Ort-Besuchen.

Diesem Problem will das Unternehmen Herr werden, indem es hauseigene Rechenzentren in aller Welt aufbaut. Investiert wurden bereits 50.000 Euro aus eigenen Mitteln. Um das Projekt mit dem Hastag #NoSpyProxy abzuschließen und das erste Rechenzentrum zu bauen, startet der VPN-Anbieter nun eine Crowdfunding-Kampagne.

Über die Finanzierungs-Plattform Indiegogo will CyberGhost weitere 100.000 Euro einnehmen. Die eine Hälfte des Geldes sollen im Idealfall deutsche Anwender beisteuern, die andere der Rest der Welt. Das Kapital fließt laut Kampagnentext „ausschließlich in den Kauf geeigneter Hardware für mindestens 48 #NoSpyProxy-Server sowie die laufenden Verbindungskosten für ein Jahr.“

#NoSpyProxy kommt in jedem Fall

Sollte CyberGhost das selbst gesteckte Spendenziel innerhalb der kommenden zwei Monate nicht erreichen, dann will die Firma das Rechenzentrum aus den bis dahin eingenommenen Spenden und eigenen Mitteln finanzieren. CyberGhost weist aber darauf hin, dass sich der Bau dann deutlich verlangsame und andere Projekte zurückgestellt werden müssten.

Die Idee zum eigenen Rechenzentrum gründet auf den Geheimdienst-Enthüllungen, gibt Robert Knapp, CEO des 20-köpfigen Unternehmens, unumwunden zu. „Spätestens die jüngst bekannt gewordene Tor-Infiltration zeigte dann auch, wie wichtig die physikalische Kontrolle über Nodes ist und wie richtig es war, unsere Aufmerksamkeit auf die Verkürzung der Zeitspanne zwischen zwei Server-Überprüfungen zu legen.“

Mit Ausnahme der Kleinspenden umfasst jeder Perk (Gegenwert für eine Investition) je nach Höhe eine Jahreslizenz, eine Siebenjahreslizenz oder gar ein lebenslanges Abonnement. CyberGhost verspricht einen Zugriff auf die neuen #NoSpyProxies im eigenen 24/7-Datencenter mit mehr Sicherheit, mehr Leistung, höheren Geschwindigkeiten und besserer Verfügbarkeit.

Bestehende Abonnement-Kunden erhalten Vergünstigungen, das Free-Angebot bleibt auch weiterhin bestehen. Mehr noch, im Rahmen der #NoSpyProxy-Kampagne will CyberGhost dem bestehenden Free-Server-Pool neue Server hinzufügen.

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