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Digitalisierung Weiterbildungszentrum für Cybersicherheit

| Autor / Redakteur: Beate Christmann / Nico Litzel

In Weiden i. d. Oberpfalz hat die Fraunhofer-Gesellschaft das Lernlabor Cybersicherheit eröffnet. Hier soll ein tieferes Verständnis der Themen Sicherheit in und von vernetzten eingebetteten Systemen (Embedded Systems), der mobilen Systeme und des Internet of Things (IoT) vermitteln werden. Das Angebot richtet sich an Industrie, Mittelstand und öffentlichen Sektor.

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Lernen, wie ein Hacker tickt: Am neuen Weiterbildungszentrum Cybersicherheit der Fraunhofer-Gesellschaft sollen Teilnehmer an Weiterbildungskursen durch Ethical Hacking in die Lage der Angreifer versetzt werden.
Lernen, wie ein Hacker tickt: Am neuen Weiterbildungszentrum Cybersicherheit der Fraunhofer-Gesellschaft sollen Teilnehmer an Weiterbildungskursen durch Ethical Hacking in die Lage der Angreifer versetzt werden.
(Bild: Fraunhofer-AISEC)

Am 13. Januar 2017 wurde in Weiden i. d. Oberpfalz das Lernlabor Cybersicherheit eröffnet. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis des Zusammenwirkens von vernetzten Geräten und Anlagen zu vermitteln. Die neue Einrichtung ist Teil des bundesweiten Programms der Fraunhofer-Gesellschaft zur Weiterbildung auf dem Gebiet der Cybersicherheit. Dabei entsteht in der Oberpfalz ein Weiterbildungszentrum für die Themen der Sicherheit in und von vernetzten eingebetteten Systemen (Embedded Systems), der mobilen Systeme und des Internet of Things (IoT).

Weiterbildungsangebot für alles Branchen

An den Standorten der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden werden von den Experten des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC und der OTH konzeptionelle und praktische Schulungen im Bereich der IT-Sicherheit für Mitarbeiter aus Unternehmen und Behörden aller Branchen entwickelt und angeboten.

Das Wissen und die Fähigkeit, Schwachstellen der eigenen Systeme zu identifizieren und zu beseitigen, eine Risikobewertung vorzunehmen oder einen Angriff zu erkennen und angemessen zu reagieren, ist in den meisten Unternehmen kaum vorhanden. Am neu gegründeten Lernlabor Cybersicherheit in Weiden können sich Mitarbeiter von Unternehmen praktische (hands-on) sowie analytische Kompetenzen aneignen, um später eigenständig eine Beurteilung des Sicherheitsniveaus vornehmen zu können.

Aus der Sicht des Angreifers lernen

„Wir stärken die Beurteilungskompetenz, indem wir die Teilnehmer in die Lage des Angreifers versetzen. Sie lernen das Vorgehen von Hackern kennen, lernen, wie man Sicherheitslücken aufspürt und wie wirksam – oder auch unwirksam bei falschem Einsatz – Abwehrmaßnahmen sein können“, erläutert Prof. Dr. Claudia Eckert, Leiterin des Fraunhofer AISEC. Unter dem Stichwort Ethical Hacking sollen von den Teilnehmern reale Angriffe auf Geräte beziehungsweise eingebettete Systeme, auf Netzwerke und Webserver durchgeführt werden.

Mit dem Lernlabor eröffnet das Fraunhofer-AISEC auch einen eigenen Standort unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Aßmuth. Mehrere Mitarbeiter sollen zukünftig maßgeschneiderte Kursangebote erstellen, die sich nicht ausschließlich an Securityverantwortliche richten, sondern auch die Sicherheitskompetenz einer größeren Mitarbeiterschaft erhöhen. Aber auch ein Angebot für die Managementebene rund um die Themen der Sicherheit in und von vernetzten eingebetteten Systemen (Embedded Systems), der mobilen Systeme und des Internet of Things (IoT) ist vorgesehen, denn Sicherheit ist Chefsache.

Deutschlandweite Initiative

Das Lernlabor in Weiden ist eines von sechs Lernlaboren Cybersicherheit, die die Fraunhofer-Gesellschaft derzeit an verschiedenen Standorten in Deutschland eröffnet. Ziel der Initiative ist vor allem, die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften in Behörden und Unternehmen zu verbessern und zugleich dem gravierenden Fachkräftemangel im Bereich IT-Sicherheit entgegenzuwirken. Um im Wettlauf mit Cyberkriminellen nicht ins Hintertreffen zu gelangen, muss Fach- und Führungspersonal ihnen in Kenntnissen und Fähigkeiten immer einen Schritt voraus sein. Mit einem modularen, berufsbegleitenden Weiterbildungskonzept bringen Fraunhofer-Institute und Fachhochschulen neueste Erkenntnisse aus der Forschung in die Weiterbildungsangebote des Lernlabors Cybersicherheit. Die Kurse sind berufsbegleitend und modular aufgebaut.

Jeder Teilnehmer wählt sich ein bestimmtes Thema, in dem er praxistaugliches Security-Know-how erwirbt und sich in hochwertigen Laboren mit aktueller IT Infrastruktur umfassend qualifiziert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Fraunhofer-Initiative, die alle sechs Lernlabore umfasst, mit einem jährlichen Betrag von 6 Mio. Euro. Organisation und Steuerung der Lernlabore Cybersicherheit obliegt der Fraunhofer Academy, der Weiterbildungseinrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft.

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