Suchen

BITKOM-Umfrage zum Datenschutz in Deutschland Wem vertraut Deutschland beim Datenschutz?

| Redakteur: Peter Schmitz

Krankenkassen und Banken genießen bei Deutschen besonders hohes Vertrauen, wenn es um den Datenschutz geht. Das hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag des BITKOM ergeben. Behörden, Energieversorger und Provider landen im Mittelfeld, Verlierer sind soziale Netzwerke.

Firmen zum Thema

Deusche vertrauen Krankenkassen und Banken beim Umgang mit persönlichen Daten am meisten.
Deusche vertrauen Krankenkassen und Banken beim Umgang mit persönlichen Daten am meisten.

Wem vertraut Deutschland beim Datenschutz? Diese Frage sollte eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Forsa im Auftrag des BITKOM beantworten. Das Ergebnis ist interessant: 77 Prozent der Deutschen haben ein starkes oder sehr starkes Vertrauen in ihre Krankenkasse, wenn es um den Umgang mit persönlichen Daten geht. 75 Prozent der Bürger vertrauen ihrer Bank, 74 Prozent den von ihnen besuchten Ärzten und Krankenhäusern.

Im Vergleich dazu erreichen staatliche Stellen, Energieversorger und Internetdienstleister lediglich ein mittleres Vertrauensniveau beim Datenschutz. So bringen 59 Prozent der Bundesbürger Behörden wie Finanz- oder Meldeämtern großes Vertrauen entgegen. Jeder Zweite hat hohes oder sehr hohes Vertrauen in Energieversorger und Internet-Provider (50 bzw. 48 Prozent). Soziale Netzwerke fallen demgegenüber mit lediglich 14 Prozent Vertrauenszuspruch stark ab.

„Wir wollen und werden mehr Vertrauen aufbauen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Gerade mit Blick auf die intelligenten Netze der Zukunft gibt es hohen Aufklärungsbedarf.“ So würden Behördendienste, die Energieversorgung, aber auch das Gesundheitswesen sowie Verkehr und Bildung immer stärker über Internet-Technologien gesteuert.

„Es werden künftig höhere Datenmengen anfallen, die ein Höchstmaß an Schutz brauchen. Dabei müssen Staat und Unternehmen die Menschen jeweils aktuell und umfassend informieren.“ BITKOM setzt hierbei auf strenge Selbstverpflichtungen der Unternehmen. Kempf: „Mit Selbstverpflichtungen können wir auf neue Technologien schnell, flexibel und international abgestimmt reagieren.“

(ID:31119210)