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Betroffene sollen helfen, die Täter zu finden Wettbewerbszentrale warnt vor gefälschten Abmahnungen

| Redakteur: Katrin Hofmann

Laut Wettbewerbszentrale kursieren derzeit fingierte Abmahnungen, die unter ihrem Namen verschickt werden. Die Fälschungen sind aber einfach zu erkennen.

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Achtung! (© fizzgig - Fotolia.com)
Achtung! (© fizzgig - Fotolia.com)

Bisher unbekannte Dritte verschicken derzeit im Namen der „Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs“ (Wettbewerbszentrale) fingierte Abmahnschreiben, wie das Kontrollinstitut meldet. Diesem liegen demnach zahlreiche Abmahnschreiben vor, die im Briefbogen als angeblichen Absender die Anschrift der Wettbewerbszentrale aufführen. In den Abmahnungen wird die Verletzung wettbewerbsrechtlicher Bestimmungen beanstandet. Gleichzeitig wird die Zahlung einer Aufwandspauschale von 403 Euro verlangt. „Die Wettbewerbszentrale ist nicht Aussender dieser Abmahnungen“, betont das Institut.

Auffälliges Aktenzeichen, zu hohe Geldforderung

Die Fälschungen können dermnach aber leicht an etlichen Details erkannt werden: unter anderem an dem im Vordruck für die Unterlassungserklärung angebrachten Aktenzeichen. Bei den gefälschten Abmahnungen ist eine reine Ziffernfolge angegeben. Bei authentischen Abmahnungen der Wettbewerbszentrale beginne das Aktenzeichen jedoch immer mit einem Großbuchstaben und einer sich erst hieran anschließenden Ziffernfolge. Zudem beträgt die Aufwandspauschale der Wettbewerbszentrale nicht den hier geltend gemachten Betrag von 403 Euro, sondern lediglich 219,35 Euro.

Das Institut will die Staatsanwaltschaft einschalten. Um den Vorfall weiterleiten zu können, werden Betroffene aufgerufen, die Originale der gefälschten Abmahnungen inklusive Briefumschlag unter Angabe des Aktenzeichens DSW 2 0018/12 an die Wettbewerbszentrale zu schicken, um diese auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren prüfen zu können.

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