Update: Microsoft Patchday April 2019

Wichtige Updates für Windows 10 und Windows 7/8.1

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

Auch zum Patchday im April 2019 hat Microsoft Security-Updates und Bugfixes für aktuelle und zukünftige Windows-10-Versionen veröffentlicht.
Auch zum Patchday im April 2019 hat Microsoft Security-Updates und Bugfixes für aktuelle und zukünftige Windows-10-Versionen veröffentlicht. (Bild: gemeinfrei)

Microsoft hat am Patchday April 2019 wieder einige wichtige Updates zur Verfügung gestellt. Neben Aktuslisierungen für die bereits veröffentlichten Windows-Versionen gibt es auch Updates für die nächste Windows 10 Version 1903, auch „Mai 2019 Update“ genannt.

Die Updates am Patchday richten sich an aktuelle Windows 10-Versionen, es gibt aber auch Updates für Windows 7 und Windows 8.1. Aktualisiert wird auch die Release Preview von Windows 10 Version 1903 auf die Buildnummer 18362.53. Was genau für diese Windows 10-Version aktualisiert wird, hat Microsoft nicht veröffentlicht, das Windows 10 Mai 2019 Update ist damit aber jetzt im Stadium eines Release Candidates. Außerdem gab es für die Preview-Version auch ein Sicherheitsupdate, das im KB-Artikel KB4495666 näher beschrieben ist. Im Rahmen der Updates für Windows 7/8.1 und Windows 10, werden auch die dazu gehörigen Server aktualisiert, also Windows Server 2008 R2, Windows Server 2012/2012 R2 und Windows Server 2016/2019.

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Update für Windows 10 Version 1809

Am Patchday April 2019 hat Microsoft auch die aktuelle Windows 10 Version 1809 mit einem Patch aktualisiert. Die Buildnummer der neuen Version ist 17763.437. Die aktuelle Windows 10-Version wird zum Beispiel in der Einstellungs-Apps über „System\Info“ angezeigt. Die Aktualisierungen werden im KB-Artikel KB4493509 beschrieben. Hier geht Microsoft auch darauf ein, wie Probleme behoben werden, die durch das Update eventuell verursacht werden.

Das Update enthält Sicherheitsupdates für Windows Datacenter Networking, Windows Server, die Microsoft JET Datenbankmaschine, Windows Kernel, Windows Input and Composition, Microsoft Scripting Engine, Windows App Platform and Frameworks, Windows Storage and Filesystems, Microsoft Graphics Component, Windows Virtualization, Windows MSXML, Windows SQL Komponenten und Microsoft Edge. Wenn Sie frühere Updates installiert haben, werden nur die neuen Fixes in diesem Paket heruntergeladen und auf Ihrem Gerät installiert. Weitere Bereiche, die durch das Update behoben werden sind:

  • Behebt ein Problem, das auftritt, wenn Sie Endbenutzerdefinierte Zeichen (EUDC) pro Schriftart aktivieren. Das System funktioniert nicht mehr und beim Start erscheint ein blauer Bildschirm. Dies ist im nicht-asiatischen Raum nicht üblich.
  • Behebt ein Problem, das dazu führen kann, dass Anwendungen, die MSXML6 verwenden, nicht mehr reagieren, wenn während der Knotenoperationen eine Ausnahme ausgelöst wurde.
  • Behebt ein Problem, bei dem der Gruppenrichtlinien-Editor nicht mehr reagiert, wenn er ein Gruppenrichtlinienobjekt (GPO) bearbeitet, das Gruppenrichtlinienpräferenzen (GPP) für Internet Explorer 10-Internet-Einstellungen enthält.
  • Behebt ein Problem, das zu Authentifizierungsproblemen für Internet Explorer 11 und andere Anwendungen, die WININET.DLL verwenden, führen kann. Dies tritt auf, wenn zwei oder mehr Personen das gleiche Benutzerkonto für mehrere, gleichzeitige Anmeldesitzungen auf demselben Windows Server-Computer verwenden, einschließlich Remote Desktop Protocol (RDP) und Terminal Server-Anmeldungen.

Updates für Windows 10 Version 1803

Auch Windows 10 Version 1803 wird aktualisiert. Die einzelnen Bereiche der Verbesserungen werden im KB-Artikel KB4493464 beschrieben. Das Update installiert in erster Linie Sicherheitsupdates für Microsoft Scripting Engine, Windows App Platform and Frameworks, Windows Storage and Filesystems, Windows Server, Windows Graphics, Windows Input and Composition, Windows Kernel, Windows Virtualization, Windows MSXML und die Microsoft JET Database Engine. Wenn frühere Updates installiert sind, werden nur die neuen Fixes in diesem Paket heruntergeladen und auf Ihrem Gerät installiert.

Das Update bietet Schutz vor Spectre Variant 2 (CVE-2017-5715) und Meltdown (CVE-2017-5754) für VIA-basierte Computer. Diese Schutzfunktionen sind standardmäßig für den Windows-Client aktiviert, für Windows Server jedoch standardmäßig deaktiviert. Im KB-Artikel KB4073119 wird die Konfiguration für Windows-Clients beschrieben. Für Windows Server sind die Konfigurations-Anweisungen in KB4072698 beschrieben. Folgende Funktionen werden ebenfalls aktualisiert:

  • Behebt einen Stoppfehler, der beim Versuch auftritt, das Secure Shell (SSH)-Client-Programm aus dem Windows-Subsystem für Linux (WSL) zu starten, wobei die Agentweiterleitung über einen Befehlszeilenschalter (ssh -A) oder eine Konfigurationseinstellung aktiviert ist.
  • Behebt ein Problem, das dazu führen kann, dass Anwendungen, die MSXML6 verwenden, nicht mehr reagieren, wenn während der Knotenoperationen eine Ausnahme ausgelöst wurde.
  • Behebt ein Problem, bei dem der Gruppenrichtlinien-Editor nicht mehr reagiert, wenn er ein Gruppenrichtlinienobjekt (GPO) bearbeitet, das Gruppenrichtlinienpräferenzen (GPP) für Internet Explorer 10-Internet-Einstellungen enthält.
  • Behebt ein Problem, das auftritt, wenn Sie Endbenutzerdefinierte Zeichen (EUDC) pro Schriftart aktivieren. Das System funktioniert nicht mehr und beim Start erscheint ein blauer Bildschirm. Dies ist im nicht-asiatischen Raum nicht üblich.

Updates für Windows 10 Version 1709

Die Aktualisierungen von Windows 10 Version 1709 werden im KB.-Artikel KB4493441 beschrieben. Die Sicherheitsupdates entsprechen den Updates von Windows 10 Version 1803, das gilt auch für die anderen Aktualisierungen, die in Windows 10 Version 1803 installiert werden.

Updates für Windows 10 Version 1507/1607/1703

Auch die älteren Windows 10-Versionen werden noch aktualisiert:

  • Windows 10 Version 1703 – KB-Artikel KB4493474. Auch hier entsprechen die Updates den Verbesserungen in Windows 10 Version 1803.
  • Windows 10 Version 1607 – KB-Artikel KB4493470. Auch hier entsprechen die Updates den Verbesserungen in Windows 10 Version 1803.
  • Windows 10 Version 1507 – KB-Artikel KB4493475.

Updates für Windows 7 und Windows Server 2008 R2

Auch Windows 7 und Windows Server werden aktualisiert. Die Updates werden im Knowledge Base-Artikel KB4493472 behandelt. In diesem Monat werden unter anderem der Windows-Kernel und die JET-Datenbank aktualisiert. Auch Windows Server 2008 R2 wird in diesem Zug aktualisiert. Auch die Grafikkomponente, Windows Input und Composition, Windows Datacenter Networking und Windows MSXML werden aktualisiert. Die Aktualisierungen werden am besten über die Windows-Update-Funktion des Computers oder Servers geladen.

Das Update bietet Schutz vor Spectre Variant 2 (CVE-2017-5715) und Meltdown (CVE-2017-5754) für VIA-basierte Computer. Die Schutzfunktionen sind standardmäßig für den Windows-Client aktiviert, für Windows Server jedoch standardmäßig deaktiviert. Im KB-Artikel KB4073119 wird die Konfiguration für Windows 7 beschrieben. Für Windows Server sind die Konfigurations-Anweisungen in KB4072698 beschrieben.

Das April-Update sichert außerdem folgende Bereiche ab:

  • Behebt ein Problem, das den Fehler "0x3B_c000000005_win32k!vSetPointer" verursacht, wenn der Kernelmodus-Treiber win32k.sys auf einen ungültigen Speicherplatz zugreift.
  • Behebt ein Problem, bei dem netdom.exe nicht ausgeführt wird, und der Fehler "Der Befehl konnte nicht erfolgreich abgeschlossen werden" erscheint.
  • Behebt ein Problem, das verhindern kann, dass benutzerdefinierte URI-Schemata für Application Protocol-Handler die entsprechende Anwendung für das lokale Intranet und vertrauenswürdige Websites im Internet Explorer starten.
  • Behebt ein Problem, das zu Authentifizierungsproblemen für Internet Explorer 11 und andere Anwendungen, die WININET.DLL verwenden, führen kann. Dies tritt auf, wenn zwei oder mehr Personen das gleiche Benutzerkonto für mehrere, gleichzeitige Anmeldesitzungen auf demselben Windows Server-Computer verwenden, einschließlich Remote Desktop Protocol (RDP) und Terminal Server-Anmeldungen.

Update: Probleme mit Antivirus-Clients, Microsoft stoppt Patch-Verteilung für Windows 7/8.1

Das April-Update für Windows 7/8.1, Windows 2008 R2 und Windows 2012 hat bei manchen Anwendern zu Systemausfällen und Problemen beim Hochfahren nach der Anwendung des Updates geführt. Bestätigt sind die Probleme bisher von Avast, Avira und bei Anwendern die Sophos Antivirus-Produkte für Windows Endpoint oder Windows Server einsetzen mit Ausnahme von Sophos Central Intercept X. Sophos hat die Probleme und Schritte zu deren Behebung im Knowledge-Base-Artikel KBA 133945 zusammengefasst. Microsoft hat vorerst die Verteilung des entsprechenden Updates für Nutzer von Sophos-Clients gestoppt.

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