ROI-Keynote auf der IT-Security Management & Technology Conference 2014

Widersprechen sich Schutz, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit?

| Autor / Redakteur: Michael Gießelbach / Stephan Augsten

These 3: Prozesse und Strukturen verhindern innovative, wirtschaftliche Lösungen

Bewertet man die geschilderten Möglichkeiten, scheint die letztgenannte diejenige zu sein welche am ehesten den vordergründigen Widerspruch zwischen zeitgemäßen Lösungen und der wirtschaftlichen Machbarkeit überbrückt. Warum also gehen nicht mehr Betreiber diesen Weg?

Dies liegt einerseits in den Konsolidierungsansätzen selbst begründet. Selbst wenn Sie so gestaltet sind, dass am Ende die Zielvorstellung eines einfachen, günstigen und im besten Fall hochautomatisierten Betriebs gewährleistet ist – der Weg dorthin ist steinig. Denn das Ändern vorhandener Architekturen, das Zusammenführen von Services auf wenigen, konsolidierten oder sogar virtualisierten Instanzen, d.h. das Change Management, birgt eine nicht zu unterschätzenden Komplexität und ist im laufenden Betrieb oft nur eingeschränkt durchführbar. Dieser Schritt lohnt sich, schreckt aber zunächst ab.

Zum Zweiten ist die Umsetzung eines solchen Konsolidierungsansatzes zwangsläufig verbunden mit Änderungen bei Prozessen und Strukturen des Betriebs. Denn von den Vorteilen der neuen Architektur profitiert nur, wer Abläufe und Verantwortlichkeiten anpasst. Eine frühere und engere Zusammenarbeit der IT-Architekten, Netzwerkverantwortlichen, Applikationsentwickler, der Security Abteilung und letztendlich auch des Betriebs führt zur später gewünschten konsolidierten, aber trotzdem flexiblen und hochautomatisierten IT-Plattform.

Von der Applikationsentwicklung über Infrastrukturdefinition, Tests, Rollout und Livebetrieb müssen alle Beteiligten eng zusammenarbeiten, nur dann werden alle Anforderungen erfüllt auf eine Art und Weise mit der alle optimal arbeiten können. Technisch ist dies kein Problem. Mandantenfähigkeit, Rechteverwaltung und Zugriffsregelungen sind Bestandteil ausgereifter Lösungen. Die große Herausforderung ist der Faktor Mensch. Das Ändern von Abläufen, das Aufbrechen von Entscheidungs- und Kompetenzstrukturen, kooperative und abgestimmte Zusammenarbeit, dies ist oft nur mit Widerstand oder gar nicht durchzusetzen.

Dabei spielt nicht nur die Durchsetzungsfähigkeit eine Rolle, sondern auch der Durchsetzungswille, maßgeblich die Frage ob die Mehrwerte der angestrebten Lösung diesen Aufwand und die erzeugte Unruhe wert sind. Denn trotzdem dieser Ansatz in der Regel keinen unmittelbaren Einfluss hat auf Arbeitsplätze sondern eher höhere oder zusätzliche Servicelevel ermöglicht – hier ist aktives und umfangreiches Change Management gefragt.

Ergänzendes zum Thema
 
IT-SECURITY MANAGEMENT & TECHNOLOGY Conference 2014

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