Keine Angst vor dem eigenen Schatten

Wie Unternehmen Schatten-IT erfolgreich integrieren

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Transparenz im Netzwerk in Zeiten der Schatten-IT

Schatten-IT mag zum heutigen Zeitpunkt für viele IT-Abteilungen noch eine Herausforderung sein – doch die Kontrolle über Anwendungen und Dienste, die Arbeitnehmer nutzen, um auf IT-Systeme zuzugreifen oder sensible Informationen zu verwalten und zu teilen, muss in der Hand der IT Fachabteilungen liegen und bleiben; alles andere würde jedwedes Sicherheitsbestreben untergraben und die Risiken nach oben schrauben. In der Folge käme es einerseits zu Compliance-Verstößen und andererseits könnte die Anzahl zusätzlich eingesetzter Anwendungen und Dienste zu Ineffizienz im Unternehmen führen, wenn diese mit den offiziell genehmigten Diensten konkurrieren und sich gegenseitig blockieren.

Die Grenzen zwischen privater und geschäftlicher IT verschwimmen und Unternehmen müssen dennoch in der Lage sein, diese Komplexitäten zu managen und dabei dafür zu sorgen, dass alle ihre Anwendungen optimal laufen, um sich im Wettbewerb durchzusetzen.

CIOs und die IT-Abteilungen benötigen hundertprozentige Transparenz und Kontrolle über hybride Clouds und Netzwerke. Nur so können Anwendungen vor Ort, in der Cloud und SaaS so genutzt und eingesetzt werden wie von den IT-Experten benötigen.

Natürlich gibt es bei dieser Strategie auch Risiken – aber durch ein striktes Verbot sämtlicher Lösungen, die nicht vom Unternehmen genehmigt wurden, wird es IT-Abteilungen nicht gelingen, die Kontrolle wiederherzustellen.

Die richtigen Partner an der Seite

Eine erfolgreiche IT-Abteilung muss mit den Fachabteilungen im Unternehmen zusammenarbeiten, deren Anforderungen erkennen und gemeinsam mit ihnen Lösungen erarbeiten. Konkret: auch die Mitarbeiter müssen in den Prozess involviert werden.

Schatten-IT sollte damit immer auch als Chance gesehen werden, denn sie zeigt, wo die Unternehmens-IT nicht auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingeht. Ein progressiver Ansatz, mit dem auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingegangen wird, erlaubt CIOs und IT-Abteilungen, Regularien einzusetzen, mit denen auch die Schatten-IT abgedeckt wird und schafft so mehr Verständnis für die Bedürfnisse der Mitarbeiter. So können die richtigen Lösungen und Services für das Unternehmen gefunden werden.

Sobald CIOs und IT-Abteilungen die meist genutzten Schatten-IT-Anwendungen identifiziert haben, sollten sie nicht zögern und direkt deren Anbieter angehen, um zu verstehen, welche Vorteile durch den offiziellen Einsatz dieser Lösungen entstehen könnten. Anbieter werden auf die Möglichkeit, eine langfristige und profitable Beziehung mit dem Unternehmen einzugehen, positiv reagieren. Und IT-Abteilungen erhalten wieder mehr Transparenz und Kontrolle.

BlackBerry zum Beispiel hat schon sehr früh die Option angeboten, das Smartphone aufzuteilen und somit persönliche und geschäftliche Anwendungen auf einem Gerät zu trennen. Apple und IBM bieten speziell auf Geschäftsbedürfnisse abgestimmte Anwendungen an und unterstützen Cloud-Dienste, die IBMs Big Data- und Analyse-Fähigkeiten für iPhone- und iPad-Nutzer integrieren. Die Liste geht natürlich noch weiter und ständig kommen neue Business-to-Consumer und Business-to-Business-Anbieter hinzu, die bei Bedarf oft zu Kompromissen bereit sind. Die IT kann diese Entwicklung weiter beeinflussen, wenn Schatten-IT dauerhaft akzeptiert wird.

Fazit

Die Grenzen zwischen Privat und Geschäftlich lösen sich weiter auf und die Strategien hinsichtlich Geräten und Software in Unternehmen sollten dies berücksichtigen. Natürlich werden Arbeitnehmer den Vorschlag ablehnen, ihr privates Gerät generell unter die Kontrolle der IT-Abteilung zu stellen, aber sie stehen der Kontrolle von Firmeninformationen auf ihren Geräten meist offen gegenüber.

Andreas Hartl
Andreas Hartl
(Bild: Riverbed)

Indem die Kommunikation zwischen IT-Teams und Arbeitnehmern offen geführt wird, können CIOs nicht zuletzt auch durch das wertvolle Feedback und die Erkenntnisse über die Effizienz ihrer Technologie die Netzwerkperformance stärken.

Über den Autor

Andreas Hartl ist Regional Vice President DACH bei Riverbed.

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