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Sicher geht vor bequem WLAN-Standard 802.11n als Treiber für Wi-Fi-Netzwerke in Unternehmen

| Autor / Redakteur: Christian Vogt, Fortinet / Stephan Augsten

Während WLAN für den Verbraucher selbstverständlich ist, begann der große Boom in den Unternehmen erst mit der Ratifizierung des Wi-Fi-Standards 802.11n. Seitdem hat sich die Frage nach der Sicherheit für WLAN-Firmennetze verändert: Was ist beim Übergang von Kabel- zu Funknetzen oder bei kombinierten Netzwerken zu beachten und wie schützt man das WLAN?

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Schluss mit dem Kabelsalat: Für Unternehmen sind Funknetze mit der 802.11n-Ratifizierung interessant geworden.
Schluss mit dem Kabelsalat: Für Unternehmen sind Funknetze mit der 802.11n-Ratifizierung interessant geworden.
( Archiv: Vogel Business Media )

Laut In-Stat Research wird es bis 2013 mehr als eine Milliarde Endgeräte geben, die für die kabellose Kommunikation nach WiFi-Norm IEEE 802.11 ausgelegt sind. Diese Fähigkeit ist nicht nur eine Option unter vielen, sondern viele genutzte Praxis: Immer mehr mobile Geräte wie Smartphones und Notebooks stellen den Zugriff auf High-Speed-Netzwerke über Funk her.

Der WLAN-Standard IEEE 802.11n nutzt für die Signalverschlüsselung komplexe Algorithmen. Diese liefern fünfmal mehr Bandbreite und eine doppelt so große Reichweite wie die älteren Normen 802.11a und 802.11b/g – und zwar beim gleichen Frequenzspektrum.

Doch warum lässt sich das Spektrum effizienter nutzen? Dies liegt an Verbesserungen der physischen Übertragungsschicht der Funkwellen und des Medienzugangs sowie an mehrfachen Antennen und Übertragungsströmen, auch bekannt als MIMO-Technologie (Multiple Input Multiple Output).

MIMO nutzt für die drahtlose Kommunikation mehrere Sende- und Empfangsantennen und erlaubt zudem einen zeitlich versetzen Empfang. Dadurch lassen sich Qualität (Bitfehler-Häufigkeit) und Datenrate einer drahtlosen Verbindung deutlich erhöhen. MIMO-Systeme können wesentlich mehr Bit/s pro genutzter Hertz-Bandbreite übertragen und haben somit eine höhere spektrale Effizienz als konventionelle Smart-Antenna-Systeme.

WLAN-Innovationen werden zugänglich

IEEE 802.11n bietet viele neue Services und Möglichkeiten, die mit 802.11g nur ansatzweise einsetzbar waren. Sie machen sich die neuen Multimedia-Erweiterungen von 802.11n und den ebenfalls neuen Stromspar-Modus zunutze. Dies verlängert die Betriebszeiten und verbessert die Audioqualität. Eines dieser neuen Features ist Voice over WiFi Handset.

Ein weiterer Trend ist der Ersatz von Gigabit-Ethernet-Switches in den Außenbereichen des Netzwerks durch kabellosen Zugang. Damit können theoretisch beliebig viele Switches miteinander verbunden werden. Aus Geschäftskundensicht lassen sich Verbindungen vergleichbarer Qualität bei niedrigeren Verwaltungs- und Gesamtbetriebskosten erreichen, als sie eine kabelgebundene Lösung aufweist.

Seite 2: Bedeutet Kabellos auch schutzlos?

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