Besser konfigurieren, authentifizieren und verschlüsseln

WPA3 mit vier Sicherheitserweiterungen

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Eine individuelle Verschlüsselung soll die Privatsphäre von Nutzern öffentlicher Hotspots besser schützen.
Eine individuelle Verschlüsselung soll die Privatsphäre von Nutzern öffentlicher Hotspots besser schützen. (Bild: © steve ball - stock.adobe.com)

Mit Wi-Fi CERTIFIED WPA3 präsentiert die Wi-Fi Alliance erweiterte Security-Funktionen für Konfiguration, Authentifizierung und Verschlüsselung. Wenngleich noch 2018 erste WLAN-Geräte die Features unterstützen sollen, will man sich auch von WPA2 nicht verabschieden.

Das Herstellerkonsortium Wi-Fi Alliance erweitert die unter Wi-Fi Protected Access (WPA) bekannten Verfahren zur Absicherung drahtloser Netze. Folgende vier Leistungsmerkmale wurden jetzt unter WPA3 vorgestellt:

  • Netzwerke mit schwachen Passwörtern sollen besser als bisher vor Attacken geschützt bleiben. Dem Vernehmen nach, bremst WPA3 Brute-Force-Angriffe aus und macht diese somit ineffizient.
  • Geräte mit begrenzten Nutzerschnittstellen sollen sich leichter als bisher in bestehende WLANs einbinden lassen. Sinnvoll wäre das für IoT-Devices, wie smarte Glühlampen. Die müssten zur Konfiguration kein offenes WLAN mehr aufspannen und könnten sich der Ein- und Ausgabemöglichkeiten von Drittgeräten bedienen, etwa Smartphones oder Tablets.
  • Daten von Nutzern in offenen Netzen sollen individuell verschlüsselt werden. Damit würden Verbindungen an öffentlichen Hotspots deutlich sicherer als bisher, weil sich der Verkehr nicht mehr ohne Weiteres von Fremden belauschen ließe. Bislang mussten Anwender hier etwa den Umweg über ein selbst eingerichtetes VPN gehen.
  • Dank einer 192-Bit-Verschlüsselung im Einklang mit der Commercial National Security Algorithm (CNSA) Suite des Committee on National Security Systems genüge WPA3 auch hohen Sicherheitsanforderungen von Regierungen oder anderer kritischer Anwendungen.

Erste Geräte sollen WPA3 noch in diesem Jahr unterstützen. Vom Vorgänger will sich die Wi-Fi Alliance dennoch nicht verabschieden: WPA2 werde weiterentwickelt und auf absehbare Zukunft auch weiter implementiert.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45103643 / Wireless Security)