Cybercrime

Zwei Drittel aller Cyber-Attacken von US-IP-Adressen

| Redakteur: Peter Schmitz

65 Prozent der Cyber-Attacken weltweit gehen von US-IP-Adressen aus. Der einfache Zugang und die vergleichsweise niedrigen Kosten für Cloud-Hosting in den Vereinigten Staaten sind für Hacker äußerst attraktiv.
65 Prozent der Cyber-Attacken weltweit gehen von US-IP-Adressen aus. Der einfache Zugang und die vergleichsweise niedrigen Kosten für Cloud-Hosting in den Vereinigten Staaten sind für Hacker äußerst attraktiv. (Bild: Dimension Data)

Die Mehrheit aller Cyber-Attacken weltweit (65 Prozent) lässt sich auf US-amerikanische IP-Adressen zurückverfolgen. Das zeigt der „2016 Global Threat Intelligence Report“. Grund sind die guten Bedingungen, die Hacker in den USA vorfinden, die deshalb aber nicht zwangsläufig in den USA sitzen müssen.

Ob Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage oder Sabotage, Hacker-Angriffe sind eine nicht zu unterschätzende Bedrohung für Unternehmen. Knapp zwei Drittel aller weltweiten Angriffe im Jahr 2015 gingen dabei von IP-Adressen aus den USA aus. Dies ist eines der Ergebnisse des „2016 Global Threat Intelligence Report“ der NTT Group, zu der unter anderem Dimension Data gehört. Für den Report wurden 3,5 Billionen Sicherheitsprotokolle und über 6,2 Milliarden Angriffe auf die rund 8.000 Kunden der Sicherheitsunternehmen der NTT Group im Jahr 2015 untersucht.

„Es ist kein Zufall, dass sich ausgerechnet die USA in den letzten Jahren zu einer Hauptquelle von Hacker-Angriffen entwickelt haben“, so Philipp Jacobi, Head of Security Architecture Group Dimension Data Germany. „Der einfache Zugang und die vergleichsweise niedrigen Kosten für Cloud-Hosting in den Vereinigten Staaten sind für Hacker äußerst attraktiv. Außerdem minimieren sie mit einer heimischen IP-Adresse bei Angriffen in den USA das Risiko für eine Sperre oder einen Warnhinweis aufgrund des Standorts. Die Hacker müssen dabei nicht einmal zwingend in den USA sitzen, da der Zugriff auf die IP-Adresse aus aller Welt erfolgen kann.“

Ganz besonders hatten es Cyberkriminelle dabei im vergangenen Jahr auf den Einzelhandel abgesehen: Laut „Global Threat Intelligence Report“ waren Einzelhandelsunternehmen fast dreimal so häufig Opfer von Cyberangriffen wie der Finanzsektor, der im Vorjahr noch an erster Stelle gestanden hatte und nun mit vier Prozent aller Angriffe nur noch den 14. Platz einnimmt. Auffallend ist zudem der starke Anstieg der Attacken im Bereich der Freizeit- und Unterhaltungsbranche von gerade einmal einem Prozent im Jahr 2015 auf ganze zehn Prozent. Weitere wichtige Angriffsziele sind die Versicherungswirtschaft (9 Prozent), Staat und Behörden (8 Prozent), der Telekommunikationsbereich (8 Prozent) sowie das produzierende Gewerbe (8 Prozent).

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