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Unterschiede zwischen den Opal-Versionen 1.0 und 2.0
Die erste Opal-Spezifikation (Opal SSC v 1.0) stammt aus dem Januar 2009. Sie wurde ersetzt durch die Nachfolgespezifikation Opal SSC v 2.0, die drei Jahre später, im Februar 2012, erschien.
Besonders wichtig ist der Hinweis, dass Opal 2 nicht rückwärtskompatibel zu Opal 1 ist. Das bedeutet nicht, dass Geräte und Software nicht in der Lage wären, beide Standards zugleich zu unterstützen; es bedeutet lediglich, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass ein Opal-2-Gerät unter Opal 1 arbeitsfähig wäre.
Der technische Hauptunterschied betrifft das Handling von Blockgrößen. Anfang 2009 waren SSDs noch nicht annähernd so weit verbreitet wie heute – mit der Folge, dass ihre Bedürfnisse bei Opal 1 unberücksichtigt blieben. Dieses Versäumnis wurde mit Opal 2 korrigiert; beim Einsatz von SSDs sollte also unbedingt die neuere Spezifikation zum Einsatz kommen.
Die Unterschiede in den Features dürften in den meisten Anwendungsfällen kaum zum Tragen kommen:
- Die Zahl der minimal zu unterstützenden Admin-Autoritäten bei den Security Principals Locking SP und Admin SP wurde erhöht, ebenso die Zahl der User-Autoritäten.
- Zusätzliche Methoden und Kommandos müssen unterstützt werden, daunter „Protocol Stack Reset“, was ein Resetten der Laufwerkskommunikation ohne Reboot erlaubt.
- Bestimmte Tabellengrößen müssen nun größer sein.
Wichtig: In Sachen Sicherheit hat sich überhaupt nichts verändert. Nach wie vor kommt AES mit 128 oder 256 Bit als Verschlüsselungsalgorithmus zum Einsatz. Wer also ein funktionierendes Opal-1-System verwendet, hat keinerlei direkte Vorteile mit Sicherheitsbezug.
Allerdings gibt es einen weiteren Unterschied, der sich nicht einfach aus dem Spezifikationenheft herleiten lässt – und dieser macht den eigentlichen Fortschritt von Opal 2 aus: Nur Opal 2 wird von den neueren Windows-Versionen unterstützt. Microsoft nennt den Standard „eDrive“.
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