Jedes zukunftsorientierte Unternehmen befindet sich inmitten einer digitalen Transformation. Ihre Führungskräfte bemühen sich, die Möglichkeiten der Datenverarbeitung zu nutzen, um neue Chancen zu ergreifen und einen Wandel voranzutreiben. Einige Unternehmen sind auf diesem Weg weiter als andere, aber sie alle haben die gleichen Herausforderungen und Gegebenheiten.
Steve Brodrick, Chief Transformation Officer bei Alteryx zeigt die drei wichtigsten Herausforderungen, die Führungskräfte im Bereich der digitalen Transformation derzeit bewältigen müssen.
(Bild: NicoElNino - stock.adobe.com)
Vor dem Hintergrund einer scheinbar ständigen wirtschaftlichen Unsicherheit versuchen Unternehmen, das richtige Gleichgewicht zwischen Tempo und Kontrolle zu finden. Sie versuchen, einerseits auf kurze Sicht zu bestehen und andererseits die Voraussetzungen zu schaffen, die ihnen langfristig zum Erfolg verhelfen.
1. Technologie ist nicht alles
Wir alle tun von Zeit zu Zeit so, als ginge es bei der digitalen Transformation nur um Technologie. Das ist natürlich zu einem großen Teil der Fall, aber wenn wir uns zu sehr auf die Technologie konzentrieren, vergessen wir das Gesamtbild. Dabei werden zwei Dinge außer Acht gelassen: Menschen und Prozesse. Inwiefern? Um es so auszudrücken: Die beste Technologie der Welt kann Unternehmen nicht dabei helfen, einen effektiven Wandel herbeizuführen, wenn die Mitarbeitenden nicht einbezogen werden und die Prozesse nicht aufeinander abgestimmt sind. Es ist jetzt an der Zeit, der Auswertung von Daten Priorität einzuräumen. Aber es ist auch der richtige Zeitpunkt für Unternehmen, parallel dazu damit zu beginnen, ihren Teams die eigenen Erwartungen mitzuteilen und Geschäftsprozesse zu optimieren. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die gesamte Organisation auf die Unterstützung und Wahrung der von ihnen angestrebten Veränderungen ausgerichtet ist.
2. Resilienz in Zeiten des Abschwungs fördern
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten konzentrieren sich nur sehr wenige Unternehmen auf die Bereiche, die ihnen helfen, die Krise zu meistern. Nach dem Ende der Coronapandemie, stehen Unternehmen nun am Rande einer Rezession und es setzt sich bei einigen von ihnen eine Mentalität des „Aufblühens vs. Überlebens“ durch. Wenn Unternehmen auf das reine Überleben ausgerichtet sind, neigen sie dazu, sich auf das zu konzentrieren, was sie gerade vor Augen haben. Leider ist dies nicht unbedingt das, was für ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit entscheidend ist. Und obwohl es natürlich wichtig ist, die vielen kurzfristigen Herausforderungen zu bewältigen, die sich ihnen stellen, sollten sie immer auf eine Zukunft hinarbeiten, in der es ihnen gut geht. Denn es ist genauso essentiell, langfristig zu denken und Strategien zu entwickeln, die auf den Aufbau einer gewissen Resilienz abzielen.
Es geht nicht nur darum, Daten zusammenzuführen, sondern neue Arbeitsmethoden zu schaffen.
Um Resilienz aufzubauen, sollten Unternehmen die digitale Transformation als eine bewusste, langfristige Initiative betrachten. Es ist sehr schwer, Teams einzubinden, wenn etwas in einem flüchtigen Moment Priorität hat und dann wieder verblasst. Widerstandsfähigkeit kann nicht in einer Abteilung – in einem Silo – existieren. Sie sollte mit einem umfassenden, konsistenten Unternehmensziel verbunden sein. Natürlich kann die Rolle von Analysen und Daten beim Aufbau von Resilienz nicht hoch genug eingeschätzt werden. Bei Strategien darüber, wie Unternehmen heute Entscheidungen treffen und wie sie sie in Zukunft treffen möchten, sollten sie Daten unbedingt heranziehen. Der Einsatz von Tools, um beispielsweise durch Automatisierung Prozesse zur Datenanalyse zu erleichtern, ist ein Anfang. Um jedoch einen nachhaltigen Vorteil zu erzielen, sollten sie ihre Prozesse grundsätzlich überarbeiten, damit eine Transformation möglich ist.
3. Change Management entspricht People Management
Betrachtet man die Faktoren, die am häufigsten den Erfolg (oder Misserfolg) einer umfassenden digitalen Transformation bestimmen, fallen zwei Dinge auf: Erstens, dass es wichtig ist, die Auswirkungen des Wandels auf die Menschen im Unternehmen richtig einzuschätzen. Und dabei zweitens, auch die erforderliche Unterstützung durch die Unternehmensleitung zu erhalten. Wenn Unternehmen nur einen dieser beiden Faktoren nicht erfüllen, werden sie wahrscheinlich weit hinter ihren eigenen Erwartungen zurückbleiben.
Auswirkungen des Wandels auf Mitarbeitende frühzeitig erkennen
Ein Aspekt, der mitunter übersehen wird, wenn wir über den Wandel sprechen, sind die einzelnen Menschen, die eine Organisation ausmachen. Das Verständnis der menschlichen Psyche ist ein wichtiger Faktor für die Bewältigung der durchzuführenden Veränderungen. Zu verstehen, wie unterschiedlich Mitarbeitende auf dieselben Veränderungen reagieren, kann kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Führungskräfte brauchen Einfühlungsvermögen und sollten gleichzeitig an bewährten Methoden festhalten, um ihre Beschäftigten mitzunehmen. Sie sollten ein Umfeld schaffen, das ihre Kolleginnen und Kollegen einbezieht und ihnen Verständnis für die oft unterschiedlichen Perspektiven entgegenbringt. Die Auswirkungen des Change Managements sollten Unternehmen in jeder Phase der Umstrukturierung berücksichtigen – von der anfänglichen Sensibilisierung bis hin zur vollständigen Akzeptanz und anschließenden konsequenten Befürwortung. Die Unternehmenskultur spielt hier eine essentielle Rolle. Nehmen wir das Beispiel der Space Shuttle-Katastrophe: Obwohl die Prozesse bis zum Start eingehalten wurden, fühlte sich das Ingenieursteam psychologisch nicht sicher, ihre Bedenken bezüglich der Dichtung der O-Ringe zu äußern (die letztendlich die Ursache für die Explosion waren).
Stand: 08.12.2025
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Rückendeckung durch die Führungsebene
Entscheidend ist letztendlich die Unterstützung durch die oberste Führungsebene, vor allem im Hinblick auf die Akzeptanz der Maßnahmen. Ohne diese Art von Unterstützung ist es für Mitarbeitende sehr schwierig, die erforderlichen Tests, Lernprozesse und Innovationen durchzuführen, um einen tiefgreifenden Wandel voranzutreiben. Der sinnvollste Startpunkt ist der Personenkreis, der am nächsten an den Daten dran ist. Mit Unterstützung der Führungsetage sollten Unternehmen genau diese Mitarbeitenden im Transformationsprozess involvieren und sie zu Botschafterinnen und Botschaftern ihrer Initiative ernennen.
Über den Autor: Steve Brodrick ist Chief Transformation Officer bei Alteryx.