Anbieter zum Thema
4. Audit vs. Kundenkontakt und -verwaltung
Interne Identitäten brauchen sicherlich gute Audit-Trails. Für externe Identitäten hat der gleiche Audit-Trail zusätzliches Potenzial zur Monetarisierung. Etwa wenn er dazu beiträgt, zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten bei bestehenden Kunden zu erkennen und diese Kunden gezielter anzusprechen. Aber auch Leads und Kontakte lassen sich mit Hilfe des Audit-Trails leichter in zahlende Kunden verwandeln.
5. Standardisierung vs. Offenheit
Ein internes Unternehmensnetzwerk tendiert in Richtung Standardisierung, während externe Netzwerke, die ein B2B-Service Provider integrieren will, naturgemäß heterogen und vielfältig bleiben.
6. Zentralisiert vs. verteilt und heterogen
Die zugrunde liegende Technologie, die vom Identitätsanbieter kommt, ist ebenso zentralisiert ausgerichtet wie ein Standardisierungsunternehmen. Wer wie und wann aufgrund welcher Richtlinien zugreifen darf sowie die entsprechenden Entscheidungsverfahren sollten möglichst zentral verwaltet werden.
Extern sollte ein Anbieter von Identitätsdiensten solche Entscheidungspunkte dem Kunden überlassen. Dazu gehört es, die Zugriffsrechte so zu vergeben, dass Kunden ihre eigenen Rechte selbst verwalten können. Wenn Unternehmen intern einem einheitlichen Standard oder Prozess folgen, müssen sie dennoch für extern verbundene Identitäten und Netzwerke diverse Optionen mit einbeziehen.
7. Interne Kontrolle vs. ausgelagerte Verwaltung
Jedes Unternehmen sollte die intern vergebenen Zugriffsberechtigungen und Autorisierungen seiner Mitarbeiter überprüfen. Extern ist es dagegen weitaus sinnvoller, seinen Mitarbeitern Zugriffsrechte zu geben – was den Anbietern von Online-Services außerdem einige Mühe erspart.
8. Inhaberschaft vs. Vertrauen
Unternehmen wollen Herr über die Identitäten ihrer Mitarbeiter sein, wenigstens in gewissem Maße. Das Konzept des Bring Your Own ID (BYOID) wird daran möglicherweise etwas ändern. Trotzdem werden Unternehmen die Zugriffsrechte (Rollen, Autorisierungen) weiterhin kontrollieren wollen.
Für externe Identitäten muss Vertrauen erst noch angemessen definiert werden. Anbieter von Online-Diensten sollten Identitäten, die von einer Kunden-Domain kommen, grundsätzlich vertrauen können. Und auch darauf, dass die Zugriffsrechte kundenseitig ordnungsgemäß gepflegt werden.
Unternehmen haben aktuell die große Chance, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und das Ergebnis wesentlich zu beeinflussen. Das gilt für praktisch jedes Unternehmen unabhängig davon, ob es sich um Provider, Hersteller, Versorgungsunternehmen, Händler, Finanzdienstleister, Institutionen im Gesundheitswesen oder Behörden handelt.
Nicht nur die Zahl der online abgewickelten Interaktionen steigt stetig, gleiches gilt für Vermögenswerte im Internet. Umso wichtiger ist es, die richtigen Identitäts- und Lifecycle-Management-Dienste bereitzustellen. Sie tragen dazu bei, neue Geschäftsparadigmen zu schaffen und das dafür notwendige Vertrauen zu gewährleisten.
* Petteri Ihalainen ist IAM-Produktmanager bei Globalsign.
(ID:43199065)