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Die Guru-Meditation des Amiga
Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre avancierte Commodores Amiga zum Traum-Rechner junger Computer-Einsteiger. Vor allem die Grafik- und Soundfähigkeiten des Gerätes setzten damals Maßstäbe, viele Computerspiele machten davon auch ausgiebig Gebrauch.

Da der Fehlercode reichlich Raum für Interpretationsmöglichkeiten bot, nahmen viele User an, die Bezeichnung „Guru Meditation“ sei als Aufforderung gemeint, intensiv über die Fehlerursache nachzudenken und zu meditieren. Tatsächlich handelte es sich dabei wahrscheinlich um einen In-Joke der Entwickler. Denn bevor man in die Entwicklung des späteren Amiga-Computers einstieg, stellte die kleine amerikanische Hardwareschmiede Amiga Eingabegeräte für Computerspiele her.
Das waren vor allem Joysticks, aber auch ein Joyboard befand sich in der Entwicklung. Dieses Joyboard war ein Peripheriegerät für das Atari-Videospielsystem. Im wesentlichen handelte es sich um eine Art Wippe, auf die sich der Spieler stellen konnte. Abhängig davon, in welche Richtung der Spieler sein Körpergewicht verlagerte – nach links, nach rechts, nach vorn oder hinten – konnte eine Spielfigur in die entsprechende Richtung gesteuert werden.
Es war sehr schwierig, dieses Joyboard in völligem Gleichgewicht zu halten. Wenn die Entwickler des Amiga-Betriebssystems wegen der häufigen Abstürze frustriert waren, nutzen sie das Joyboard, um sich zu entspannen. Ziel der Entspannungsübung, die intern als „Guru Meditation“ bekannt war, war es, sich auf das Joyboard zu setzen und es ins Gleichgewicht zu bringen. Die Bezeichnung dieser „Guru Meditation“ übertrug sich dann später auf die Fehlermeldung.
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