AI Defense Cisco launcht Sicherheitsplattform für KI-Anwendungen

Von Alexander Siegert 2 min Lesedauer

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Cisco stellt mit AI Defense eine Lösung vor, die Unternehmen bei der sicheren Bereitstellung und Nutzung von KI-Anwendungen unterstützt. Die neue Plattform soll die Validierung von KI-Modellen beschleunigen und vor Angreifern schützen.

Angreifer, die KI-Modelle im Visier haben, sollen durch die Plattform Cisco AI Defense gestoppt werden.(Bild:  Midjourney/ KI-generiert)
Angreifer, die KI-Modelle im Visier haben, sollen durch die Plattform Cisco AI Defense gestoppt werden.
(Bild: Midjourney/ KI-generiert)

Cisco hat mit AI Defense eine Sicherheitsplattform entwickelt, die Unternehmen dabei unterstützt, Künstliche Intelligenz sicher einzusetzen. Die End-to-End-Lösung AI Defense soll gezielt gegen den Missbrauch von KI-Tools, Datenlecks und moderne Cyberbedrohungen vorgehen und eine geschützte Nutzung von KI-Anwendungen gewährleisten. Angesichts der wachsenden Verbreitung von KI-Technologien nehmen nämlich auch die Sicherheitsrisiken zu. Da viele Firmen mittlerweile mit mehreren KI-Anbietern zusammenarbeiten, stellt sich die Herausforderung, diese in die bestehende IT-Infrastruktur zu integrieren und dabei eine konsistente Sicherheitsstrategie zu gewährleisten.

Jeetu Patel, Executive Vice President und Chief Product Officer bei Cisco(Bild:  Cisco)
Jeetu Patel, Executive Vice President und Chief Product Officer bei Cisco
(Bild: Cisco)

„Bei der Einführung von KI können es sich Unternehmen nicht leisten, Sicherheit zugunsten von Geschwindigkeit zu opfern“, so Jeetu Patel, Executive Vice President und Chief Product Officer bei Cisco. „In einer dynamischen, wettbewerbsintensiven Welt ist allerdings Geschwindigkeit der Schlüssel zum Erfolg. Cisco AI Defense integriert sich nahtlos in die Netzwerkstruktur und ermöglicht es so, Bedrohungen sowohl bei der Entwicklung als auch beim Zugriff auf KI-Anwendungen zuverlässig zu erkennen und zu verhindern – ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Effizienz,“ verspricht sich Patel von der neuen Plattform.

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Einheitliche Plattform zur Transparenz

Eine der größten Herausforderungen für Unternehmen bei KI ist das Fehlen einheitlicher Sicherheitsstandards. Unterschiedliche Anbieter und variierende Infrastrukturen erschweren eine konsistente Absicherung. Cisco setzt deshalb nicht auf Sicherheitsstrukturen, die nur in einzelne KI-Modelle integriert sind, sondern auf eine einheitliche Plattform.

AI Defense möchte mehr Transparenz darüber schaffen, welche Anwendungen tatsächlich genutzt und welche Trainingsquellen verwendet werden. Zudem werden KI-Modelle durch umfassende Tests auf potenzielle Sicherheitslücken geprüft. Laut Patel dauert die Validierung von entwickelten Modellen bisher sieben bis zehn Wochen. Mit der neuen Cisco-Lösung soll dieser Prozess knapp 30 Sekunden dauern. Hierfür wird beispielsweise die Methode TAP (Tree of Attacks with Pruning) verwendet. Sie versucht gezielt, die Entscheidungsstruktur eines Modells zu manipulieren oder zu umgehen, um dem Modell unternehmensinterne Informationen zu entlocken. Anschließend wertet der Test das Modell aus und analysiert Schwachstellen. Ein KI-gesteuertes Algorithmus-Red-Team analysiert diese und gibt gezielte Empfehlungen zur Absicherung. Um Bedrohungen wie Prompt-Injektionen, Denial-of-Service-Angriffe und Datenlecks zu verhindern, werden die KI-Systeme kontinuierlich überwacht.

Die Lösung nutzt dazu proprietäre maschinelle Lernmodelle sowie Daten aus Splunk und Cisco Talos Threat Intelligence, um neue Bedrohungen frühzeitig zu identifizieren.

Maßnahme gegen Schatten-KI

AI Defense soll auch Kontrolle über den Zugriff auf KI-Anwendungen und den Schutz sensibler Daten verbessern. Unternehmen erhalten mit dem Tool eine Übersicht über genutzte KI-Tools, einschließlich nicht autorisierter Anwendungen. Hier adressiert Cisco ein aktuelles Kernproblem bei der KI-Nutzung. Laut einer Umfrage der Software AG nutzen in Deutschland 49 Prozent der Mitarbeiter KI-Tools, die gar nicht von ihrem Unternehmen autorisiert wurden. Die sogenannte Schatten-KI stellt somit ein weiteres Sicherheitsrisiko dar.

Die neue Sicherheitsplattform implementiert Richtlinien, die den Zugriff der Mitarbeiter auf nicht genehmigte KI-Tools einschränken.  So soll das Risiko von Datenverlusten minimiert und regulatorische Vorgaben eingehalten werden.

AI Defense soll ab März 2025 verfügbar sein und wird in die Cisco Security Cloud eingebettet.

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