Harvest Now, Decrypt Later bedroht Confidential Computing
Confidential Computing und die Quanten-Bedrohung

Von Filipe Pereira Martins und CTO und CISO Anna Kobylinska 4 min Lesedauer

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Confidential Computing schützt Daten während der Verarbeitung durch hardwarebasierte Trusted Execution Environments. Angreifer speichern inzwischen aber verschlüsselte Daten, um sie später mit Quantencomputern zu entschlüsseln („Harvest Now, Decrypt Later“). Hyperscaler wie AWS, Azure und Google bieten dagegen zwar Lösungen an, doch Attestierung und Schlüsselverwaltung bleiben außerhalb der Kundenkontrolle.

Hardwarebasierte Enklaven schützen Daten während der Verarbeitung. Quantencomputer bedrohen aber die zugrundeliegende Verschlüsselung langfristig.(Bild: ©  SepazWorks - stock.adobe.com)
Hardwarebasierte Enklaven schützen Daten während der Verarbeitung. Quantencomputer bedrohen aber die zugrundeliegende Verschlüsselung langfristig.
(Bild: © SepazWorks - stock.adobe.com)

Confidential Computing verspricht Schutz von Daten und Workloads selbst während der Ver­ar­bei­tung – gegen externe Angreifer, Insider-Bedrohungen, kompromittierte Be­triebs­sys­te­me und bösartige Software. Fehlende Toolchains, komplexe Attestierung und noch unreife Cloud-Implementierungen bremsen jedoch — trotz technischer Reife — den breiten Einsatz der Technologie. (Was Cybertäter so alles anstellen können, beschreibt der Security-Insider-Beitrag „Hack-for-Hire. Silk Typhoon: Chinas gefährlichste Hacker-Gruppe enttarnt“).

Vor dem Hintergrund der aufkommenden Bedrohung durch Quantencomputer kommen noch zusätzliche Herausforderungen hinzu.