Hackergruppe Qilin unter Verdacht Cyberangriff auf die Linke

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Am 26. März 2026 ist die Partie Die Linke Ziel eines Cyberangriffs geworden. Russischsprachige Hacker hätten personenbezogene Daten von Mit­ar­bei­ten­den sowie interne Informationen gestohlen.

Bei einer Cyberattacke Ende März auf Die Linke, wurden Mitarbeiterdaten gestohlen. Mitgliederdaten sind von dem Vorfall nicht betroffen.(Bild:  Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Bei einer Cyberattacke Ende März auf Die Linke, wurden Mitarbeiterdaten gestohlen. Mitgliederdaten sind von dem Vorfall nicht betroffen.
(Bild: Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Die Linke ist nach eigenen Angaben Opfer einer schweren Cyberattacke geworden und vermutet dahinter russischsprachige Hacker. Man habe am Donnerstag sofort reagiert und Teile der IT-Infrastruktur vom Netz genommen, teilte Bundesgeschäftsführer Janis Ehling mit.

„Nach derzeitigen Erkenntnissen zielen die Täter darauf ab, sensible Daten aus dem inneren Bereich der Parteiorganisation sowie personenbezogene Informationen von Mitarbeitenden der Parteizentrale zu veröffentlichen“, erklärte Ehling. Ob dies gelungen sei, lasse sich noch nicht beurteilen. „Ein entsprechendes Risiko besteht jedoch.“ Nicht betroffen sei dagegen die Mitgliederdatenbank. Hier hätten die Täter keine Daten erbeutet.

Nach Ehlings Angaben gab es eine Warnung der Sicherheitsbehörden, als die Attacke bereits in der Parteizentrale auffiel. Man stehe nun in engem Austausch mit den Behörden und habe Strafanzeige erstattet.

Hybride Kriegsführung?

„Uns liegen Hinweise vor, dass es sich um einen Ransomware-Angriff der Hackergruppe 'Qilin' handelt“, erklärte der Bundesgeschäftsführer weiter. Das sei eine mutmaßlich russisch­spra­chi­ge Cybercrime-Organisation, deren Aktivitäten sowohl finanziell als auch politisch mo­tiviert sein könnten. Derartige digitale Attacken seien häufig Teil hybrider Kriegsführung.

Das Sammeln und Veröffentlichen privater oder personenbezogener Daten diene dazu, Be­troffene einzuschüchtern, zu belästigen oder öffentlich zu diskreditieren und demokratische Strukturen zu schwächen, hieß es weiter.

In der Vergangenheit waren bereits andere Cyberattacken auf Parteien bekannt geworden. Ein Angriff auf die IT der SPD 2023 und eine ähn­liche Attacke 2024 auf die CDU wurden beide russischen Akteuren zugeschrieben.

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