Zwei Drittel der Operationen waren digital Neun Prozent der Betriebe wurden ausgespäht

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat in einer Befragung herausgefunden, dass etwa 10.000 deutsche Unternehmen bereits Opfer von Cyberspionage waren. Besonders innovative, forschende Unternehmen sind gefährdet.

Im Jahr 2023 befragte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 15.000 deutsche Unternehmen – demnach ist Cyberspionage ein ernstzunehmendes Problem.(Bild:  Thaut Images - stock.adobe.com)
Im Jahr 2023 befragte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 15.000 deutsche Unternehmen – demnach ist Cyberspionage ein ernstzunehmendes Problem.
(Bild: Thaut Images - stock.adobe.com)

Neun Prozent der Betriebe in Deutschland sind einer Befragung zufolge innerhalb von fünf Jahren Opfer eines Spionageangriffs geworden. Rund zwölf Prozent berichteten über mindestens einen Verdachtsfall oder Angriff auf ihren Betrieb, teilte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mit. Betroffen sei vor allem die Informations- und Kommunikationsbranche sowie innovative und exportierende Unternehmen.

Grundlage der Daten ist eine Befragung von rund 15.000 Betrieben in Deutschland im Jahr 2023. Bei zwei Dritteln der Angriffe handelte es sich demnach um Hackerattacken auf die IT-Systeme. In mehr als einem Fünftel der betroffenen Unternehmen wurden in den zurückliegenden fünf Jahren digital Daten gestohlen. Industrie- und Wirtschaftsspionage finde vor allem digital statt, etwa durch Cyberattacken oder digitales Ausspähen, erläuterte IAB-Forscherin Iris Möller.

Spionage könnte zunehmen

Nach der Befragung sind so gut wie alle Wirtschaftszweige von Industrie- und Wirtschaftsspionage betroffen. Besonders häufig berichteten die Branchen Information und Kommunikation, Verkehr und Lagerei, Großhandel, die öffentlichen Verwaltung sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen davon. Im Fokus stehen demnach besonders innovative, forschende Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen.

„Angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen in der Welt und des rasanten technologischen Fortschritts – etwa in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Bioengineering, Robotik und Nanotechnologie – dürften die Anreize für Industrie- und Wirtschaftsspionage steigen“, heißt es in der Studie. Der Wirtschaftsstandort Deutschland müsse die Entwicklungen deshalb genau verfolgen und effektive Gegenmaßnahmen ergreifen.

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