Cyberangriffe nehmen zu und werden immer komplexer. Häufig laufen sie heute in mehreren Wellen ab und erstrecken sich über die verschiedensten Systeme. Um sie zu erkennen, reicht traditionelle Security nicht mehr aus. Gefragt ist eine Lösung, die Transparenz über das Bedrohungsgeschehen in der gesamten IT-Umgebung schafft – von den Endpunkten über Server, E-Mail und Netzwerke bis hin zu Cloud-Services.
Eine XDR-Lösung nimmt Security-Teams zwar durch die Redizierung der Alerts viel Arbeit ab, trotzdem braucht man aber noch Mitarbeiter, die sich um die verbleibenden Warnmeldungen kümmern.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)
Jedes zweite Unternehmen erlitt im vergangenen Jahr Schaden durch Cyberattacken, so eine IDG-Studie. Nur 14 Prozent aller Befragten denken, dass es bei ihnen bisher keinen unberechtigten Datenzugriff gegeben hat. Da die IT heute eine entscheidende Rolle für den Geschäftsbetrieb spielt, kann ein Ausfall gravierende Folgen haben. Nicht umsonst betrachten die meisten Unternehmen Cyberbedrohungen als größtes Geschäftsrisiko. Sich zu schützen wird jedoch immer schwieriger. Denn durch die zunehmende Digitalisierung wächst die Angriffsfläche. Sicherheitsverantwortliche haben es mit einer immer komplexeren IT-Umgebung zu tun, die sich von On-Premises-Systemen über Internet of Things (IoT)-Geräte bis hin zu verschiedenen Cloud-Services erstreckt. Durch die Corona-Pandemie wurde sie noch um zahlreiche Home-Office-Arbeitsplätze erweitert. Mit den Sicherheits-Anforderungen der IT-Umgebung wächst auch die Security-Infrastruktur und wird immer aufwändiger zu managen. Gleichzeitig leiden IT-Teams unter dem anhaltenden Fachkräftemangel. In Deutschland fehlen derzeit mehr als 61.000 Security-Experten, so die aktuelle ISC Cybersecurity Workforce Study. Weltweit sind es 3,1 Millionen. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) geben an, dass der Mangel an Security-Fachkräften ihr Unternehmen gefährdet.
Wenn wenige Security-Mitarbeiter immer größere Herausforderungen meistern müssen, können sie nicht mehr für ausreichende Sicherheit sorgen. Wie eine ESG-Studie zeigt, sagen 85 Prozent der Unternehmen, dass es immer schwieriger wird, Bedrohungen zu erkennen und schnell zu reagieren. Genau das aber ist wichtig, um die Geschäftskontinuität zu sichern. Dazu kommt, dass herkömmliche Sicherheitsstrategien oftmals zu spät und zu kurz greifen, weil sie den heute gängigen Angriffsmustern nicht gerecht werden. Attacken verlaufen häufig in Wellen und erstrecken sich über viele verschiedene Ebenen. Gefragt ist ein neuer Ansatz, der es ermöglicht, auch komplexe Vorfälle schnell aufzudecken. Hier kommt XDR ins Spiel: Extended Detection & Response. Die neue Technologie schafft Transparenz über das Bedrohungsgeschehen in der gesamten IT-Umgebung und unterstützt Security-Mitarbeiter mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung. Laut Gartner ist XDR einer der Top Security und Risk Management Trends.
Doppelter Gewinn mit Managed XDR
Eine XDR-Lösung nimmt Security-Teams zwar viel Arbeit ab, indem sie die Zahl der Alerts reduziert, sie intelligent filtert und korreliert. Trotzdem braucht man aber noch Mitarbeiter, die die verbleibenden Warnmeldungen untersuchen, bewerten und falls nötig Gegenmaßnahmen ergreifen. In vielen Unternehmen fehlen jedoch qualifizierte Security-Analysten. Durch den Fachkräftemangel sind solche Experten rar, und entsprechendes Know-how aufzubauen ist aufwändig. Hier bietet sich Managed XDR an: Hochspezialisierte externe SOC-Analysten übernehmen dann 24/7 die Überwachung und Auswertung der Alerts, die die XDR-Lösung ausgibt. Wenn sie etwas Verdächtiges entdecken, verständigen sie das interne IT-Team und erstellen einen detaillierten Reponse-Plan. Die eigenen Mitarbeiter müssen nur noch die Handlungsempfehlungen der Experten umsetzen. Zudem erhalten sie regelmäßige Berichte zur Sicherheitssituation des Unternehmens, die sie der Geschäftsleitung vorlegen können.
Die Vorteile von Managed XDR
Mit Managed XDR sparen sich Unternehmen nicht nur den Aufwand für die Analyse und Bewertung von Security Alerts. Sie profitieren auch vom übergreifenden Know-how der Spezialisten. Da diese in der Regel für viele Kunden weltweit arbeiten, haben sie einen guten Überblick über aktuelle Bedrohungsszenarien. So sind sie in der Lage, Indicators of Compromise besser einzuordnen und auch neuartige Angriffsmuster schneller zu erkennen. Darüber hinaus können sie Threat Hunting betreiben und gezielt nach Indikatoren suchen, die sie bereits aus anderen Vorfällen kennen. Dank der Zusammenarbeit mit den externen SOC-Spezialisten lernen wiederum die internen Mitarbeiter kontinuierlich dazu. Falls sie einmal keine Unterstützung mehr benötigen, können sie den Managed-Service-Anteil nach und nach reduzieren. Auch umgekehrt ist ein Wechsel zwischen XDR und Managed XDR jederzeit schnell und einfach möglich.
Bei der Wahl des Managed-Service-Anbieters sollten Unternehmen darauf achten, dass der Anbieter über einen führenden Security-Stack, ein großes Team an SOC-Spezialisten und nachweisbare Expertise verfügt. Außerdem ist es vorteilhaft, wenn er möglichst viele Kunden betreut. Denn je größer die Datenbasis, auf die der Provider zugreifen kann, umso treffsicherer sind seine Analysen.
Warum sich Managed XDR auch im SOC lohnt
Auch für Unternehmen, die selbst ein SOC betreiben oder bereits die SOC-Services eines Dienstleisters in Anspruch nehmen, lohnt sich Managed XDR. Denn so können sie die Zahl der Events, die sie bearbeiten müssen, noch weiter reduzieren und dadurch Aufwand und Kosten sparen. Ein Beispiel: Ein großes Einzelhandelsunternehmen nutzt Trend Micro Managed XDR für 28.000 Clients. Innerhalb eines Monats produzierten diese Systeme zehn Millionen Events. XDR filterte und korrelierte sie zu 180.000 relevanten Warnungen. Ohne Managed Service hätte sich der Kunde um diese Meldungen selbst kümmern müssen, so aber übernahmen die externen Security-Analysten die Untersuchung. Am Ende blieben für den Kunden lediglich noch 90 Events innerhalb von 30 Tagen übrig.
Stand: 08.12.2025
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Steigende Cyber-Bedrohungen, technologische Komplexität und Ressourcenmangel
Um der immer komplexeren Bedrohungslandschaft zu begegnen, brauchen Unternehmen die bestmöglichen Technologien und Services. Indem XDR Sicherheitsmeldungen intelligent korreliert und Transparenz über das Bedrohungsgeschehen in der gesamten IT-Umgebung schafft, können Unternehmen moderne Cyberangriffe besser erkennen und schneller reagieren. Im Managed Service wird XDR auch für KMUs zugänglich, die keine eigenen Security-Spezialisten haben. Indem Unternehmen ihre Detection und Response auf das nächste Level heben, können sie die wachsenden Security-Herausforderungen besser meistern.
Über den Autor: Richard Werner bringt als Business Consultant für Trend Micro den IT-Sicherheitsverantwortlichen größerer Unternehmenskunden Trend Micros Strategie näher, speziell im Hinblick auf aktuelle Cyberbedrohungen.