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Fast schon wie James Bond: Crypto-Telefone verschlüsseln Sprache

Ein Handy, das auf Knopfdruck verschlüsselte Sprachverbindungen aufbaut und dabei von einem Serien-Handy fast nicht zu unterscheiden ist, klingt nach Agententhriller, ist aber im Bereich der Behördenkommunikation längst völlig normal. So bietet das deutsche Unternehmen Rohde & Schwarz eine ganze Reihe unterschiedlicher Security-Produkte für sichere Telefonie an.
Angefangen vom TopSec-GSM-Handy mit integrierter Verschlüsselung, über Zusatzgeräte für Festnetztelefone wie das TopSec 703+, bis hin zum 19-Zoll-Einschub TopSec 730, der bis zu 30 Telefon- oder Faxleitungen parallel verschlüsseln kann, hat der deutsche Marktführer für sichere Sprachkommunikation alles im Programm, was man braucht um vertrauliche Gesprächsinhalte auch vertraulich zu halten. Sogar die Bundeskanzlerin setzt auf die Sicherheit der Rohde & Schwarz Lösungen.

Neuester Spross der TopSec-Familie ist das Bluetooth-fähige TopSec Mobile, das im 3. Quartal 2008 verfügbar sein soll. Die Ver- und Entschlüsselung der Sprache findet im TopSec Mobile statt. Die verschlüsselten Sprachdaten werden dann über eine Bluetooth Schnittstelle zu einem normalen Bluetooth-fähigen Handy geleitet und von dort über das GSM- oder UMTS-Netz zu anderen Geräten der TopSec Familie übertragen. Das Gerät macht die verschlüsselte Sprachkommunikation weitgehend unabhängig vom eingesetzten Handy.
Software statt Hardware: Verschlüsselung für Smartphones
Viele Hersteller, die sich die Verschlüsselung von Sprachkommunikation auf die Fahnen geschrieben haben, setzen auf die Intelligenz moderner Smartphones: Sie entwickeln ausschließlich Software-Lösungen auf Basis von Windows Mobile oder SymbianOS.

Meist sind solche Anwendungen proprietäre Insellösungen die nur auf ganz bestimmten Typen von Mobiltelefonen funktionieren. Beispielsweise GLK CryptoGSM, das nur mit den Nokia Telefonen 6630, 6680, N70 und N90 funktioniert oder PhoneCrypt von Securestar, das nur auf Windows Mobile für SmartPhones in der Version 5.1.195 oder höher funktioniert.
Der Vorteil dieser auf ein Smartphone aufsetzenden Verschlüsselungssoftware ist, dass sie problemlos auf bereits vorhandene Firmentelefone aufsetzen kann und so deutlich kostengünstiger ist als Hardware-Lösungen. Oft bringen solche Softwaretools zudem praktische Zusatzfeatures mit, beispielsweise die Aufnahmefunktion von PhoneCrypt.
Seite 3: Open Source: Offenlegung des Sourcecode schützt vor Hintertüren
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