2024 Global DevSecOps Report von GitLab KI und DevSecOps schlagen Cloud bei Investitionen

Von CTO und CISO Anna Kobylinska und Filipe Pereira Martins Filipe Martins & Anna Kobylinska 4 min Lesedauer

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Laut dem „2024 Global DevSecOps Report“ von GitLab findet in Unternehmen gerade eine Verschiebung der Investitionsprioritäten statt. Die Bereiche KI, Sicherheit und Automatisierung gewinnen an Bedeutung.

Der diesjährige GitLab Global DevSecOps Report 2024 zeigt, wie sich die Einstellung zu Sicherheit, KI und Entwicklererfahrung entwickelt.(Bild:  GitLab)
Der diesjährige GitLab Global DevSecOps Report 2024 zeigt, wie sich die Einstellung zu Sicherheit, KI und Entwicklererfahrung entwickelt.
(Bild: GitLab)

Kein IT-Bereich mehr ohne Künstliche Intelligenz (KI): 78 Prozent der befragten Organisationen planen die Einführung von KI in der Softwareentwicklung spätestens in den kommenden zwei Jahren, wenn sie nicht bereits ohnehin schon so weit sind.

Im internationalen Maßstab setzen erst 39 Prozent der Unternehmen KI bereits heute aktiv ein. In Deutschland sind es sogar satte 53 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr wollten sich mit der Einführung von KI rund 64 Prozent der Unternehmen zwei Jahre Zeit lassen.

Fast drei Viertel (74 Prozent) jener Organisationen, die KI bereits heute für die Softwareentwicklung einsetzen, gaben an, dass sie ihre Toolchain konsolidieren wollen. Unter all derjenigen, die ohne KI auskommen, haben lediglich 57 Prozent dieselbe Absicht bekundet. Die Diskrepanz ist umso erstaunlicher, da beide Gruppen dieselbe Anzahl von Tools nutzen. Rund vier von zehn Unternehmen vertrauen auf sechs bis zehn Werkzeuge.

Automatisierung und Sicherheit

Zwei Drittel der von GitLab befragten Organisationen (67 Prozent) geben an, dass sie den Softwareentwicklungszyklus automatisiert haben, sei es vollständig oder erst noch „größtenteils“. Bei IT-Investitionsentscheidungen nimmt Cybersicherheit zunehmend einen zentralen Stellenwert ein. Insbesondere die Sicherheit der Software-Lieferkette stelle für die befragten Organisationen ein drückendes Problem dar.

67 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass mindestens ein Viertel (25 Prozent) ihrer Codebasis aus Open-Source-Bibliotheken stammte. Aber erst 21 Prozent der Organisationen verwenden ein SBOM (Software Bill of Materials), um die Nutzung von Softwarekomponenten nachvollziehbar zu dokumentieren.

Neuausrichtung der Prioritäten

Als die wichtigsten IT-Investitionsprioritäten für 2024 nannten die Befragten die Sicherheit, KI, DevSecOps, Automatisierung und Cloud Computing. Führungskräfte auf C-Ebene zeigten sich optimistisch in Bezug auf DevSecOps und die Sicherheitsvorteile, die sie sich davon für ihre Organisationen erhoffen. Führungskräfte auf C-Ebene identifizierten „sicherere Anwendungen“ als den größten Vorteil von DevSecOps und DevOps.

Einzelne Entwicklerinnen und Entwickler sowie Manager vertraten deutlich häufiger als Führungskräfte der C-Ebene die Meinung, dass ihre Organisationen für KI nicht bereit seien und keine angemessenen Schulungen und Ressourcen für die Nutzung von KI bereitstellten. Dies könnte darauf hindeuten, dass Führungskräfte auf C-Ebene keinen Einblick in die tatsächliche Umsetzung der KI-Adoption hätten – oder dass Organisationen versuchen, von oben nach unten KI-Ressourcen für die Mitarbeiter bereitzustellen, diese Ressourcen jedoch möglicherweise nicht ausreichend seien oder einige Mitarbeiter darüber nicht Bescheid wüssten.

Die Anzahl der Befragten, die eine DevSecOps-Plattform als Investitionspriorität nannten und die Anzahl derjenigen, deren Organisationen eine DevSecOps-Plattform bereits nutzen, blieb stabil gegenüber dem Vorjahr. Das Interesse an Automatisierung stiegt im Gegensatz dazu deutlich an: Das Thema stieg vom Platz sechs auf der Prioritätenliste im Jahr 2023 auf Nummer vier in diesem Jahr.

Ein deutliches Zeichen für die Neuausrichtung der Prioritäten ist das Schicksal des Cloud Computings: Die Cloud hatte noch im Jahre 2023 die oberste Priorität, fiel jedoch in diesem Jahr auf Platz fünf. Dennoch bleibt die Cloud weiterhin wichtig.

Die Anzahl der Befragten, die weniger als die Hälfte ihrer Apps in der Cloud betreiben würden, schrumpfte von 68 Prozent im Jahr 2023 auf 43 Prozent im Jahr 2024. Zugleich stieg die Anzahl derjenigen, die mehr als die Hälfte ihrer Apps in der Cloud betreiben würden (von 32 Prozent im Jahr 2023 auf 55 Prozent im Jahr 2024). Cloud Computing ist für viele Organisationen offenbar eine Selbstverständlichkeit geworden.

Obwohl Observability-Metriken und deren Analysen in diesem Jahr nicht zu den fünf wichtigsten Investitionsprioritäten gehörten, habe dieser Bereich einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen können. Das Interesse an der Problematik stiegt von 9 Prozent im Jahr 2023 auf 12 Prozent im Jahr 2024.

Wo ist denn die Zeit hin?

Künstliche Intelligenz beschleunigt das Onboarding von Entwicklerinnen und Entwicklern.(Bild:  GitLab)
Künstliche Intelligenz beschleunigt das Onboarding von Entwicklerinnen und Entwicklern.
(Bild: GitLab)

Entwickler und Entwicklerinnen berichteten, dass sie weniger als ein Viertel ihrer Zeit mit dem Schreiben von neuem Code verbringen, während der Rest ihrer Zeit für Besprechungen und administrative Aufgaben (15 Prozent), die Verbesserung bestehender Codes (15 Prozent), das Verständnis von Code (13 Prozent), das Testen (zwölf Prozent), die Wartung von Code (elf Prozent) und die Identifizierung und Minderung von Sicherheitslücken (zehn Prozent) aufgewendet wird. Dies macht über drei Viertel des täglichen Arbeitsaufwands der befragten Developer aus.

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Schafft die KI schon Abhilfe?

Deutschland gilt als ein Vorreiter der Nutzung von KI in der Softwareentwicklung.(Bild:  GitLab)
Deutschland gilt als ein Vorreiter der Nutzung von KI in der Softwareentwicklung.
(Bild: GitLab)

An der Spitze der aktuellen Anwendungsfälle für KI in der Softwareentwicklung standen in diesem Jahr Codegenerierung und Codevorschläge (47 Prozent), gefolgt von Erklärungen der Funktionsweise von Code (40 Prozent) bis hin zum Zusammenfassen von Codeänderungen (38 Prozent).

Die begehrtesten künftigen Nutzungsszenarien, die die Befragten in diesem Jahr ausloten wollten, umfassen das Vorhersagen von Produktivitätsmetriken und das Identifizieren von Anomalien (38 Prozent), Erklärungen zur Ausnutzung und Behebung von Sicherheitslücken (37 Prozent) sowie Unterhaltung mit der KI in natürlicher Sprache (36 Prozent).

Chatbots erschienen sowohl in den Top 5 der aktuellen Anwendungsfälle als auch in den Top 5 der begehrtesten künftigen Nutzungsszenarien. Die Analysten urteilen, dass Chat-Schnittstellen in natürlicher Sprache für DevSecOps-Teams eine attraktive Möglichkeit darstellen dürften, mit einer KI zu interagieren.

Der Report bietet wertvolle Einblicke und Empfehlungen für Unternehmen, die ihre DevSecOps-Strategien weiterentwickeln möchten. Der Studie liegt eine weltweite Umfrage von GitLab unter 5.315 DevSecOps-Experten zu Grunde. Weitere Informationen und der vollständige GitLab 2024 Global DevSecOps Report finden sich auf der GitLab-Webseite.

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