„Cybersecurity Skills Gap 2025“-Report KI allein kann das Skill Gap in der Cybersecurity nicht füllen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Fast alle Unternehmen setzen KI in der Cy­ber­si­cher­heit ein, doch es fehlt an Expertise, um diese wirksam zu nutzen. Der Fach­kräfte­mangel bleibt ein zentrales Risiko, wie Fortinet rückblickend feststellt.

KI alleine reicht nicht aus, um Cybersecurity-Teams zu unterstützen. Ohne Fachwissen sind Unternehmen nicht vor Angriffen geschützt.(Bild: ©  stokkete - stock.adobe.com)
KI alleine reicht nicht aus, um Cybersecurity-Teams zu unterstützen. Ohne Fachwissen sind Unternehmen nicht vor Angriffen geschützt.
(Bild: © stokkete - stock.adobe.com)

Im aktuellen „2025 Cy­ber­security Skills Gap“-Report beleuchtet Fortinet die Lücke zwischen technologischem Fortschritt und fehlender Fachkompetenz. Zwar setzen 97 Prozent der befragten Unternehmen bereits KI-gestützte Si­cher­heits­lö­sung­en ein oder planen dies.

Doch fast die Hälfte klagt über fehlendes Know-how, um diese Werkzeuge sicher zu betreiben. Besonders kritisch: 76 Prozent der Unternehmen, die 2024 neun oder mehr Angriffe meldeten, nutzten bereits KI offenbar ohne ausreichendes Fachverständnis.

Personalengpässe verschärfen die Angriffslage

Der weltweite Mangel an Cy­ber­security-Fachkräften beläuft sich laut Fortinet auf über 4,7 Millionen Stellen. Die Zahl der Si­cher­heitsvorfälle steigt seit Jahren, 2024 berichteten 86 Prozent der Unternehmen von mindestens einem Angriff, ein Drittel sogar von fünf oder mehr.

Die Studienautoren sehen einen klaren Zusammenhang mit der Qualifikationslücke: 54 Prozent nennen fehlendes Know-how als eine Hauptursache für Si­cher­heitsverletzungen. Die Folge: Über die Hälfte der Unternehmen verzeichnete Schäden von mehr als einer Million US-Dollar.

KI entlastet, doch ersetzt kein Fachwissen

KI-Technologien sollen Security-Teams entlasten, nicht ersetzen. Laut Studie erwarten 87 Prozent der Fachkräfte eine Unterstützung ihrer Arbeit durch KI. Doch 48 Prozent der Unternehmen geben an, dass intern das nötige Wissen fehlt, um KI-basierte Si­cher­heits­lö­sung­en effektiv zu betreiben. Fortinet verweist auf ein zentrales Missverhältnis: Technologie ist verfügbar, Fachwissen nicht.

Unternehmensleitungen ohne klares Verständnis

Cy­ber­security ist zwar in fast allen Unternehmen zur geschäftlichen und finanziellen Priorität geworden, doch laut Studie verstehen nur 49 Prozent der Führungskräfte die Risiken durch KI in der Cy­ber­si­cher­heit vollumfänglich. Dieses Verständnis ist eng mit der Nutzung ent­spre­chen­der Technologien verknüpft und damit ein entscheidender Hebel für strategische Si­cher­heitsentscheidungen.

Zertifizierungen bleiben Schlüsselqualifikation

Zertifizierte Fachkräfte sind weiterhin gefragt. 89 Prozent der IT-Entscheider bevorzugen Bewerber mit anerkannten Nachweisen. Gleichzeitig ist die Bereitschaft, diese Ausbildungen zu finanzieren, rückläufig: Nur 73 Prozent der Unternehmen fördern Zertifizierungen aktiv. 2023 waren es noch 89 Prozent. Fortinet sieht hierin ein Risiko für die langfristige Cy­ber­resilienz.

Trainingsprogramme für die Breite der Gesellschaft

Mit dem Fortinet Training Institute verfolgt das Unternehmen einen umfassenden Ansatz, um gezielt gegen den Fachkräftemangel vorzugehen. Bis Ende 2026 sollen weltweit eine Million Menschen in Cy­ber­security geschult werden.

Neben klassischen Schulungsformaten bietet das Programm auch KI-spezifische Trai­nings­module, um ein grundlegendes Verständnis für GenAI und KI-gestützte Angriffe zu fördern – inklusive Awareness-Formaten für Unternehmen.

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