Zivile Sicherheitsforschung

Öffentliche Sicherheit fördern

| Autor: Susanne Ehneß

Der Staat soll ein Garant für Sicherheit sein
Der Staat soll ein Garant für Sicherheit sein (© HURCA! - stock.adobe.com)

Mit dem Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit 2018 - 2023“ will sich die Bundesregierung der Verantwortung stellen, Sicherheit und Ordnung in einer vernetzten Welt zu fördern.

Veränderte sicherheitspolitische Rahmenbedingungen, der zunehmende Trend zur Digitalisierung im privaten und beruflichen Umfeld sowie der gesellschaftliche Wandel erfordern laut Bundesregierung neue Antworten aus der zivilen Sicherheitsforschung. Dieses Forschungsfeld gibt es bereits seit 2007, nun wurde das Rahmenprogramm neu aufgelegt – unter dem Namen „Forschung für die zivile Sicherheit 2018 – 2023“. Dazu sollen Lösungen erforscht und praxisnah umgesetzt werden, „die die Sicherheit und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erhöhen und den Schutz lebenswichtiger Infrastrukturen gewährleisten“.

Aufgaben

Kernaufgabe der zivilen Sicherheitsforschung ist es laut Bundesregierung, den Schutz der Bürger vor Gefährdungen zu erhöhen, die mit den Auswirkungen von Naturkatastrophen, Terrorismus und Kriminalität verbunden sind.

Unterstützt werden sollen explizit auch Anwender. Als „Anwender“ bezeichnet die Regierung diejenigen, die Sicherheitslösungen in die Praxis tragen, also Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wie Feuerwehren, Polizeien und Kriminalämter, das Technische Hilfswerk, Rettungsdienste, Katastrophenschutz- und Ordnungsbehörden. Auch Betreiber Kritischer Infrastrukturen – also Energie- und Wasserversorger sowie Verkehrsbetriebe – zählen dazu. Als die drei zentralen Säulen des Programms zählen also

  • Schutz und Rettung von Menschen,
  • Schutz Kritischer Infrastrukturen und
  • Schutz vor Kriminalität und Terrorismus.

Querschnittsthemen wie „Internationale Kooperationen“ sowie „Strukturbildung, Praxistransfer und Kompetenzaufbau“ sollen sich darüber hinaus mit übergeordneten Fragestellungen der zivilen Sicherheitsforschung befassen.

Ergänzendes zum Thema
 
Die Rolle des Staates

Kritische Infrastrukturen

Der Schutz Kritischer Infrastrukturen und deren Widerstandsfähigkeit gegen Störungen und Angriffe ist eines der Fokusthemen. „Dabei gilt es“, so die Bundesregierung, „den Blick auf Infrastruktursysteme, wie zum Beispiel Banken, Kulturgüter, Medien oder das Gesundheits- und Pflegewesen zu erweitern, die für die Aufrechterhaltung einer funktionsfähigen Gesellschaft ebenso unerlässlich sind wie die Grundversorgung mit Wasser, Strom und Internet.“

Inzwischen sei eine Vielzahl von Infrastrukturen in Deutschland auf das reibungslose Funktionieren der IT-Infrastruktur angewiesen. Der Trend gehe hin zur Bildung sogenannter „Megainfrastrukturen“. Die große Aufgabe sei nun, komplexe und hoch vernetzte Infrastruktursysteme ausfallsicher zu gestalten. Schon heute könnten Störungen in einer Infrastruktur folgenschwere Kaskadeneffekte auslösen, die weitreichende Auswirkungen auf andere Infrastrukturen hätten. „Deshalb müssen Kritische Infrastrukturen zukünftig stärker sektor- und grenzübergreifend betrachtet werden“, heißt es im Programm. Grenzübergreifend deshalb, weil viele Güter und Komponenten importiert werden – deshalb steigen die Anforderungen an sichere, vernetzte und transparente Warenketten und Logistikprozesse.

Die zivile Sicherheitsforschung will daher staatliche und privatwirtschaftliche Betreiber darin unterstützen, Kritische Infrastrukturen widerstandsfähiger gegen Störungen zu machen.

Link

Das Rahmenprogramm der Bundesregierung „Forschung für die zivile Sicherheit 2018 – 2023“ finden Sie online als PDF HIER.

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