gesponsertRobuste Ansätze für Zugriffsrechte, Authentifizierung und RisikoüberwachungFünf bewährte Methoden zur Absicherung von Dienstkonten in Active Directory
Mit ihren weitreichenden Berechtigungen sind Dienstkonten in Windows Active Directory ein bevorzugtes Ziel für Cyberangriffe. Specops Software erklärt die effektivsten Präventionsmaßnahmen rund um Zugriffsrechte, Kontenpflege, Authentifizierung und Überwachung verdächtiger Aktivitäten.
Strenge Sicherheitsrichtlinien sind für den Schutz von AD-Umgebungen vor Risiken entscheidend.
(Bild: Specops Software)
Dienstkonten in Windows Active Directory (AD) sind wegen ihrer erhöhten Rechte und des automatisierten/kontinuierlichen Zugriffs auf wichtige Systeme Hauptziele für Cyberangriffe. Windows-Administratoren sollten deshalb strenge Sicherheitsrichtlinien implementieren, die für den Schutz von AD-Umgebungen vor Sicherheitsrisiken entscheidend sind. Dieser Artikel gibt einen Überblick über fünf bewährte Methoden, mit denen Sie Ihre AD-Dienstkonten sichern und das Gefahrenrisiko durch Angreifer verringern können.
AD-Dienstkonten (Active Directory Service Accounts in Englisch) sind spezielle Konten, die dem Ausführen von Anwendungen und Diensten auf Windows-Servern dienen. Um softwarespezifische Funktionen ausführen zu können, benötigen Dienstkonten erhöhte Rechte zur Verwaltung der Installation von Anwendungen und zentralen Diensten. Es wird ihnen also häufig umfassender Zugriff auf die Infrastruktur des Betriebssystems gewährt, damit abhängige Anwendungen ordnungsgemäß laufen.
Wegen dieser hohen Zugriffsebene sind Dienstkonten für Angreifer, die auf kritische Systeme zugreifen möchten, besonders attraktive Ziele. Durch die Kompromittierung eines Dienstkontos können Angreifer häufig umfassenden Zugriff auf die gesamte Infrastruktur, wie auch Einblick in andere privilegierte Systeme erhalten.
Typen von Dienstkonten
Es gibt drei Typen von Dienstkonten: lokale Benutzerkonten, Domänenbenutzerkonten, verwaltete Dienstkonten (MSAs) und gruppenverwaltete Dienstkonten (gMSAs).
Lokale Benutzerkonten
Lokale Benutzerkonten können sich bei Windows anmelden und auf dessen Ressourcen und Einstellungen zugreifen. Typen der lokalen Benutzerkonten umfassen:
Systemkonten – verfügen über lokale Administrationsberechtigungen mit mehreren Berechtigungen
Lokale Dienstkonten – haben ohne Anmeldeinformationen Zugriff auf Netzwerkdienste
Netzwerkdienstkonten – haben einen stabileren, authentifizierten Zugriff auf Netzwerkdienste
Domänenbenutzerkonten
Diensten, die unter einem Domänenbenutzerkonto ausgeführt werden, wird der gesamte lokale und Netzwerkzugriff gewährt, den das Konto (oder alle Gruppen, deren Mitglied das Konto ist) besitzt, einschließlich des vollen Zugriffs auf die Dienstsicherheitsfunktionen der Domänendienste von Windows und Microsoft AD.
Verwaltete Dienstkonten
Verwaltete Dienstkonten (MSAs) sind an bestimmte Systeme gebundene Konten, mit denen Sie Dienste und Anwendungen sicher ausführen und Aufgaben in der AD-Domäne des Systems planen können. Da sie strenge Berechtigungskontrollen über AD verwenden, wie z. B. eine rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) und Wartungsautomatisierungen, gelten MSAs als der sicherste Typ von Dienstkonten.
Gruppenverwaltete Dienstkonten
Ein gMSA ist ein Domänenkonto, das über die gleiche Funktionalität wie ein MSA verfügt, jedoch über mehrere Server oder Dienste hinweg. gMSAs bieten mehr Sicherheitsfunktionen als herkömmliche verwaltete Dienstkonten, z. B. automatische Kennwortverwaltung und vereinfachte SPN-Verwaltung (Service Principal Name), einschließlich der Delegierung der Verwaltung an andere Administratoren.
Die Bedeutung des Schutzes von Dienstkonten
Windows-Administratoren sollten den Schutz von Dienstkonten priorisieren, da Cyberangreifer Dienstkonten oft als potenziellen Einstiegspunkt in geschützte Systeme verwenden. Beispielsweise nutzen Ransomware-Angreifer der Gruppe Storm-0501 privilegierte Konten mit zu vielen Berechtigungen, wenn sie von lokalen Umgebungen eines Unternehmens in Cloud-Umgebungen wechseln. Somit können sie die Netzwerkkontrolle erlangen, dauerhaften Hintertürzugriff auf Cloud-Umgebungen schaffen und Ransomware-Angriffe auf lokale Systeme ausführen.
Fünf bewährte Methoden zur Absicherung von AD-Dienstkonten
1. Befolgen Sie das Least-Privilege-Prinzip: Befolgen Sie beim Konfigurieren von Dienstkonten das Least-Privilege-Prinzip, nach dem Benutzer und Konten nur über die Mindestberechtigungen verfügen, die zum Ausführen ihrer Aufgaben erforderlich sind. AD-Dienstkonten sind für die Ausführung bestimmter Aufgaben vorgesehen und sollten daher nur über die erforderlichen Berechtigungen zum Ausführen dieser Aufgaben verfügen. Wenn Sie übermäßige Berechtigungen gewähren (z. B. indem Sie ein Dienstkonto zu einem Domänen- oder Unternehmensadministrator machen) führen Sie ein erhebliches Risiko in Ihrer Windows-Umgebung ein.
2. Wenn immer möglich, verwenden Sie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): Die Implementierung von MFA für alle Benutzerkonten verbessert die Sicherheit Ihrer AD-Umgebung erheblich. Obwohl Dienstkonten normalerweise nicht für interaktive Anmeldungen vorgesehen sind, die MFA unterstützen, sollte MFA unbedingt in die interaktiven Anmeldevorgänge von Dienstkonten integriert werden, die dies tun.
3. Entfernen Sie nicht verwendete Dienstkonten: AD-Dienstkonten sollten Teil eines aktiven Programms zur Lebenszyklusverwaltung sein, in dem alle ungenutzten oder unnötigen Dienstkonten sofort deaktiviert oder gekennzeichnet werden müssen. Möchten Sie erfahren, wie viele ungenutzte Dienstkonten Sie in Ihrem AD haben? Scannen Sie Ihr AD mit unserem kostenlosen, nur lesenden Auditing-Tool und erstellen Sie einen exportierbaren Bericht, der inaktive Konten und andere kennwortbezogene Schwachstellen enthält. Laden Sie Specops Password Auditor hier herunter.
4. Überwachen Sie die Aktivität von Dienstkonten: AD-Dienstkonten sind Hauptziele für Angreifer und sollten sorgfältig auf verdächtige Aktivitäten und Anomalien überwacht werden (z. B. unbefugter Remote-Zugriff oder Benutzung auf ungeeigneten Servern oder Arbeitsstationen). Zur Überwachung sollten Windows-Administratoren eine Kombination aus nativen AD-Tools und Tools von Drittanbietern verwenden, um Anmeldungen und Kontoänderungen zu verfolgen.
5. Setzen Sie unternehmensweit robuste Kennwortrichtlinien verbindlich um: Zwar automatisieren MSAs und gMSAs die Kennwortverwaltung, der Einsatz robuster Kennwortrichtlinien für alle Konten, einschließlich Benutzerkonten, verbessert jedoch die allgemeine Sicherheit Ihrer AD-Domänendienste. Ein Drittanbietertool wie Specops Password Policy kann helfen, diese Richtlinien in Ihrem gesamten Unternehmen zu skalieren und durchzusetzen und scannt Ihr AD außerdem kontinuierlich auf kompromittierte Kennwörter.
Machen Sie den Schutz von Dienstkonten zur Priorität
AD-Dienstkonten sind für die Ausführung automatisierter Prozesse und Dienste von wesentlicher Bedeutung, können aber aufgrund ihrer erhöhten Rechte erhebliche Sicherheitsrisiken bergen. Im Falle einer Kompromittierung können Angreifer ihre Kontrolle ausweiten, den Betrieb stören, auf vertrauliche Daten zugreifen und sich innerhalb des Netzwerks bewegen. Wenn Sie die folgenden fünf bewährten Methoden anwenden, können Sie diese Risiken verringern und Ihre IT-Umgebung besser vor der Kompromittierung von AD-Dienstkonten schützen.
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Stand: 08.12.2025
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