Berlin, 01.10.2018 (PresseBox) - Nach einem Bericht der Berliner Morgenpost (hier) nehmen die Angriffe von Cyberkriminellen auf Berliner Unternehmen, insbesondere kleine und mittelständische Betriebe weiter zu. Die Zeitung beruft sich dabei auf Zahlen, welche die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime für die Wirtschaft im Landeskriminalamt Berlin (ZAC) auf Nachfrage mitgeteilt hat.
Angriffe von Cyberkriminellen nehmen zu
So habe das ZAC im ersten Halbjahr 2018 für Berlin 64 Strafanzeigen registriert. Im Vergleichszeitraum 2017 waren dagegen 44 Delikte aufgenommen worden. Diese Tendenz wird, so die Berliner Morgenpost, auch seitens der IHK bestätigt, die vor allem vor den Gefahren von Erpressungstrojanern warnt, mit denen einem Unternehmen von Cyberkriminellen kürzlich ein Schaden von 10.000 EUR zugefügt worden sei.
Wovon Cyberkriminelle profitieren
Die Cyberkriminellen operieren in einem Feld, das für die betroffenen Unternehmen besonders sensibel ist. Anders etwa als beim gewöhnlichen Ladendiebstahl, der vom geschädigten Kaufhaus beispielsweise ohne Imageverlust angezeigt werden kann, fürchten von Cyberkriminellen erfolgreich angriffene Unternehmen um ihren Ruf und machen entsprechende Attacken daher in der Regel nicht öffentlich. Eine Anzeige wäre jedoch die Voraussetzung dafür, dass Behörden die Strafverfolgung aufnehmen und den Cyberkriminellen prinzipiell ihr Handwerk legen könnten.
Und diese Zurückhaltung beim Anzeigen von Internet-Angriffen ist durchaus verständlich, weil es einen Unterschied macht, ob ein den Kunden zu verkaufendes Produkt aus dem Regal geklaut wird, oder ob das Diebesgut in den Kunden selbst betreffenden sensiblen Datensätzen besteht, deren Sicherheit man den Kunden zuvor garantierte. Laut Berliner Morgenpost gaben in einer entsprechenden Umfrage 41 Prozent der Unternehmen an, wegen Furcht vor Imageschäden vom Einschalten staatlicher Behörden Abstand genommen zu haben.
Tipps von Mahr EDV zur Sicherheit vor Cyber-Angriffen
Zudem investierten viele Unternehmen – so der Artikel unter Berufung auf die IHK – nach wie vor zu wenig in notwendige Abwehrmaßnahmen und die Sicherheit ihrer IT-Infrastruktur, zumal vor allem kleineren Unternehmen häufig das Geld für umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen fehlen würde, was sie nicht zufällig verstärkt zum Angriffsziel von Cyberkriminellen mache.
„Zu wenig Geld“, so Fabian Mahr vom IT-Unternehmen Mahr EDV, sollte dagegen jedoch „nicht das Argument sein, Cyberkriminellen Tür und Tor ins eigene Unternehmen zu öffnen.“ Für den Geschäftsführer des selbst mittelständischen Unternehmens besteht das Problem eher darin, dass die Kosten der IT-Sicherheit häufig überschätzt und dann gegen unterschätzte mögliche Schädigungen durch Cyberkriminelle falsch abgewogen würden. Angesichts technologischer Entwicklungen und der Erfahrung mit der eigenen IT-Sicherheit sowie der von Mahr-EDV-Kunden zeigt sich der Unternehmer optimistisch, dass „sich für Unternehmen jeder Größenordnung eine auf die objektiven Erfordernisse und das Budget abgestimmte vernünftige und effektive Lösung zur Absicherung vor Cyberkriminellen finden lässt.“
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